Anleger der Pleitegesell­schaft Phoenix erhalten neben ihrer Entschädigung auch die von ihnen gezahlten Provisionen zurück. Das entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. XI ZR 67/11). Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit dem betrügerischen Verhalten von Phoenix. Die Gesell­schaft versprach, das Geld ihrer Kunden in Termin­geschäften anzu­legen, hat jedoch ein Schnee­ball­system installiert und Ausschüttungen mit dem Geld neuer Kunden finanziert.

Laut Urteil muss die Entschädigungs­einrichtung der Wert­papier­handels­unternehmen (EdW) auch die Verwaltungs­gebühr in Höhe von 0,5 Prozent im Monat zurück­zahlen. Das Gericht gab einer Klägerin recht, die mehr als 27 000 Euro angelegt und eine Entschädigung einschließ­lich Provision gefordert hatte.

Erst im September hatte der Bundes­gerichts­hof entschieden, dass die EdW geprellten Phoenix-Anlegern nach jahre­langem Warten Entschädigungen zahlen muss (siehe Finanztest 11/2011: „Geld zurück für Anleger“).

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