30 000 Anleger der Phoenix Kapitaldienst GmbH sollen Anfang 2007 einen Teil ihres Schadens, den sie mit Börsentermingeschäften erlitten haben, aus der Insolvenzmasse ersetzt bekommen. Das teilte Insolvenzverwalter Frank Schmitt mit. Die Hauptvertreter der Anleger haben den Insolvenzplan genehmigt.

Zunächst sollen die bei Phoenix sichergestellten 230 Millionen Euro an Anleger verteilt werden. Anschließend könne dann die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EDW) den Anlegern 90 Prozent des verbliebenen Schadens ersetzen, maximal aber 20 000 Euro, erläutert Schmitt. Derzeit klärt die EDW mit dem Bundesfinanzministerium, wie die 10 Millionen Euro des Sicherungsfonds auf die voraussichtlich nötige Summe von etwa 180 Millionen Euro aufgestockt werden können.

Zusätzlich wollen Anleger prüfen, ob sie Schadenersatzansprüche gegen die Wirtschaftsprüfer von Phoenix geltend machen können. Sie werden von Rainer Riggert, einem Kollegen von Insolvenzverwalter Schmitt in der Kanzlei Schultze & Braun in Frankfurt am Main vertreten (www.schubra.de). Wie berichtet, hatten die Wirtschaftsprüfer Scheingeschäfte der Firma nicht entdeckt.

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