Phoenix Kapitaldienst Meldung

Von diesem Geschäftshaus in Frankfurt am Main aus betrieb die Phoenix Kapitaldienst GmbH jahrelang ihre dubiosen Geschäfte.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den Geschäftsbetrieb der Phoenix Kapitaldienst GmbH in Frankfurt am Main gestoppt und einen Insolvenzverwalter eingesetzt, nachdem dort weit über 600 Millionen ­Euro Anlegergeld verschwunden sind. Das Geld hatten Anleger auf das Konto „Phoenix Managed Account“ eingezahlt, um mit Optionsgeschäften „auf die schnelle Art viel Geld zu verdienen“, wie es im Prospekt heißt.

Nachdem die Bafin den Entschädigungsfall festgestellt hat, können Anleger auf Schadenersatz hoffen. Denn Phoenix Kapitaldienst ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) in Berlin.

Laut EdW erhalten Anleger ihr in einer EU-Währung eingezahltes Geld sowie erwirtschaftete Gewinne bis zu 90 Prozent ersetzt. Maximal gibt es 20 000 Euro pro Anleger. Nicht entschädigt werden ­Gewinne oder „Kontostände“, die Phoenix nur vorgetäuscht hat, teilte die EdW mit.

Wie Anleger ihre Ansprüche anmelden können, erklärt die EdW Homepage (www.e-d-w.de). Geschädigte können auch bei der Hotlinenummer 0 30/20 36 99  56 26 anrufen. Anleger, die fürchten, dass ihre Kontostände auf Schein­ge­schäfte zurückgehen, sollten Rechtsansprüche gegen Phoenix-Verantwortliche, Wirtschaftsprüfer, Finanzvertriebe und Berater prüfen lassen.

Anleger, die wegen Falschberatung klagen wollen, sollten wissen, dass die von den Kanzleien Tilp sowie Nieding + Barth gegründete

Arge-Phoenix mit sechs Finanzdienstleistern ­zusammenarbeitet und gegen deren Vermittler nicht vorgeht.

Phoenix steht seit 1995 auf der Finanztest-Warnliste.

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