Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat gegen zwei Verantwortliche der Pleitefirma Phoenix Kapitaldienst Anklage erhoben. „Wir werfen dem 45-jährigen Prokuristen und der 62-jährigen Geschäftsführerin der Wertpapierhandelsbank Betrug und Urkundenfälschung vor“, erklärte Staatsanwältin Doris Möller-Scheu. Die Angeklagten sitzen seit Juni 2005 in Untersuchungshaft.

Wie mehrfach berichtet, haben etwa 30 000 Anleger, denen die Firma hohe Gewinne mit Börsentermingeschäften in Aussicht stellte, bei Phoenix etwa 270 Millionen Euro verloren.

Laut Staatsanwaltschaft haben Prokurist und Geschäftsführerin jahrelang systematisch Kontounterlagen gefälscht. Als die Manipulationen im März 2005 auffielen, wurde Phoenix kurze Zeit später von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht geschlossen.

Finanztest hatte Phoenix bereits 1995 wegen dubioser Vermittlungsmethoden sowie überhöhter Kosten für die Termingeschäfte auf die Warnliste gesetzt.

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