Pharma- und Biotechnologieaktien sind wieder gefragt. Der Nasdaq-Biotech-Index notierte im März so hoch wie seit zwei Jahren nicht mehr, und auch die meisten Pharmaaktien liefen zuletzt besser als der Gesamtmarkt. Auf lange Sicht verspricht das Geschäft mit der Gesundheit hohe Zuwachsraten. Dafür sorgen die Fortschritte in der Medizin und die steigende Lebenserwartung in den Industrieländern.

Anleger, die in die Pharma- oder Biotechbranche investieren wollen, tun dies am einfachsten mit Fonds. Die Mischung vieler Titel vermindert das Risiko gegenüber Einzelaktien erheblich. Dennoch bleiben Pharma- und Biotechfonds wankelmütige Investments, die keinen höheren Depotanteil als etwa 10 Prozent haben sollten.

Vor allem viele US-Biotechaktien sind schon hoch bewertet und bergen die Gefahr von Kursrückschlägen. Anleger von Biotechfonds müssen auf starke Schwankungen gefasst sein. Selbst gute Fonds fielen in den vergangenen fünf Jahren zwischendurch um mehr als 60 Prozent. Dafür brachten zumindest die Spitzenreiter im Durchschnitt gesunde 10 bis 16 Prozent pro Jahr.

Anleger sollten sich vor dem Kauf eines Fonds mit seiner Strategie befassen und zumindest die größten Positionen studieren. So konzentriert sich der Pictet Biotech P auf US-Biotechaktien. Unter seinen Top-Positionen finden sich Firmen wie Celgene, Amgen und Gilead – mit recht hoher Gewichtung. Dagegen ist der Pharma/wHealth von Sal. Oppenheim breiter aufgestellt. Er mischt Pharma- und Biotechtitel und hat in die zehn größten Einzelwerte nur knapp 27 Prozent investiert.

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