Tipps: Überraschungen im Kleingedruckten

Beim Preisvergleich ist auch ein Blick ins Kleingedruckte wichtig. Viele Tarife bieten dort Überraschungen – mal gute, mal schlechte.

Positiv

  • Der Kunde kann nachträglich gegen einen höheren Beitrag die Leistung ohne neue Gesundheitsprüfung heraufsetzen.
  • Der Versicherer bietet zusätzliche Hilfen, zum Beispiel Vermittlung von Hei­men, Pflegediensten und Haushaltshilfen.
  • Beitragsbefreiung bei Pflegebedürftigkeit, mitunter schon ab Stufe I.
  • Die allgemeine Wartezeit von drei Jahren ab Vertragsschluss, bis der Kunde erstmals Leistungen erhält, entfällt.
  • Bei erstmaliger Pflegebedürftigkeit wird zusätzlich eine Einmalzahlung geleistet.
  • Einige Pflegekostentarife erstatten zusammen mit der gesetzlichen Versiche­rung immer 80 Prozent der Pflegekosten, ohne eine absolute Obergrenze zu ziehen. Damit erhöht sich die Leistung bei stei­genden Pflegekosten automatisch.
  • Nur bei der Pflegekostenversicherung: Es werden auf jeden Fall 50 Prozent der Kosten erstattet, auch wenn nicht einmal Pflegebedürftigkeit in Stufe I vorliegt.
  • Nur bei der Pflegekostenversicherung: Bei vollstationärer Pflege werden auch Unterkunft und Verpflegung erstattet.
  • Nur Kostentarife: Sind die Restkosten niedriger als der versicherte Höchstbetrag, erhält der Kunde die Differenz ausgezahlt.
  • Nur bei Pflegekostentarifen: Bei vollsta­tionärer Pflege sind auch Komfortleistun­gen wie Einbettzimmer erstattungsfähig, ebenso Leistungen über der Grundpflege.

Negativ

  • Es wird erst ab dem 92. Tag nach Feststellung der Pflegebedürftigkeit gezahlt.
  • Der Patient muss regelmäßig mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass er weiterhin pflegebedürftig ist.
  • Der Versicherer verlangt ärztliche Untersuchun­gen außerhalb der Wohnung.
  • Vor Vollendung des 29. Lebensjahres wird nur bei Unfall gezahlt.
  • Nur bei der Pflegekostenversicherung: Anders als die gesetzliche Versicherung übernimmt der Versicherer keine Kosten für technische Hilfsmittel wie Pflegebetten oder für eine Ersatzkraft, wenn der pflegende Angehörige verhindert ist.

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