Pflegereform: Mehr Geld und mehr Beratung

Die Leistungen der Pflege­versicherung sollen ab Juli verbessert werden.

Die geplante Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung soll zum 1. Juli 2008 in Kraft treten. Die wichtigsten Punkte sind folgende:

Leistungen: Die Zahlungen sollen in Stufen angehoben werden (siehe Tabelle „Mehr von der Pflegeversicherung“).

Berater: Patienten sollen ab 1. Januar 2009 Anspruch auf einen Pflegeberater haben, der sie dabei unterstützt, die erforderli­chen Hilfen zu organisieren.

Stützpunkte: In Städten und Gemeinden sind Pflegestützpunkte geplant, deren Mitarbeiter Pflegebedürftige und ihre Angehörigen beraten, Hilfsangebote vermitteln und koordinieren.

Pflegezeit: Arbeitnehmer, die Ange­hö­rige pflegen, dürfen bis zu zehn Tage unbezahlt zuhause bleiben, wenn sich der Zustand des Pflegebedürftigen kurzfristig verschlimmert. Außerdem soll es in Betrieben mit mehr als 15 Beschäftigten einen Anspruch auf unbezahlte Pflegezeit von bis zu sechs Monaten geben. In dieser Zeit erhalten die Pflegenden zwar kein Gehalt, bleiben aber sozialversichert und haben ein Recht auf Rückkehr in ihren Betrieb.

Demenzkranke: Für Menschen, die körperlich nicht pflegebedürftig sind, aber dennoch Hilfe brauchen, soll es statt 460 Euro pro Jahr künftig bis zu 200 Euro pro Monat geben.

Beiträge: Ab 1. Juli 2008 würde dann der Pflegeversicherungsbeitrag von 1,7 Prozent auf 1,95 Prozent steigen, für Kinderlose von 1,95 auf 2,2 Prozent.

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