Ausgewählt, geprüft, bewertet

Wir haben private Pflegezusatztarife untersucht, das heißt Tarife, die den Schutz der gesetzlichen Pflegeversicherung ergänzen. Berücksichtigt wurden alle auf dem deutschen Markt angebotenen Tarife gegen laufende Beitragszahlung, die ohne personelle Einschränkungen jedem zugänglich sind. Zusätzliche Bedingung war darüber hinaus, dass sie Leistungen sowohl für stationäre als auch für häusliche Pflege und Leistungen mindestens in den Pflegestufen II und III bieten.

Um die Beiträge miteinander vergleichen zu können, wurden die Konditionen aller untersuchten Tarife so festgelegt, dass die in unserem Modell angenommenen Restkosten von 1 178 Euro für eine vollstationäre Pflege in einem Pflegeheim (ohne Unterkunft und Verpflegung) in der höchsten Pflegestufe III so genau wie möglich abgedeckt werden.

Tabelle Pflegekosten-Zusatzversicherung

Tarifleistung: Bei Tarifen, die die Höchstleistung der gesetzlichen Pflegeversicherung um einen vereinbarten Prozentsatz erhöhen, wurde ein Prozentsatz von 80 zugrunde gelegt. Bei Tarifen, die einen festgelegten Anteil der Restkosten bis zu einem vereinbarten Tagessatz übernehmen, wurde ein Tagessatz von 40 Euro angenommen. Für beide Tarifvarianten lassen sich auch niedrigere oder höhere Leistungen vereinbaren. Für die Tarife P3 der Berlin-Kölnischen und PEK der DKV gilt das nicht. Der Tarif ZP der Mannheimer hat keine feste Obergrenze.

Monatsbeitrag: Der Beitrag ist abhängig vom Geschlecht, Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Die ausgewiesenen Beiträge gelten für gesunde Männer und Frauen mit einem Eintrittsalter von 33 Jahren. Sie wurden kaufmännisch auf volle Euro gerundet.

Pflegestufen I, II, III: Grade der Pflegebedürftigkeit in der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Zusätzlich übernommene Kosten: Wenn die gesetzliche Versicherung gezahlt hat, übernimmt die Zusatzversicherung so viel von den Restkosten.

Häusliche Pflege durch Fachpersonal: Pflege durch professionelle ambulante Pflegedienste.

Häusliche Pflege durch Pflegeperson: Pflege durch Menschen, die diese Tätigkeit nicht erwerbsmäßig ausüben, z. B. Angehörige oder Nachbarn.

Zusätzliches monatliches Pflegegeld: Wenn die gesetzliche Versicherung ein Pflegegeld gezahlt hat, zahlt die Zusatzversicherung dem Kunden ein weiteres Pflegegeld in der angegeben Höhe.

Besonderheiten d. Vertrags: siehe separater Artikel.

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