Check­liste: Zur Pfle­gestufe

  • Schritt 1. Sind Ihnen tägliche Verrichtungen wie Waschen oder Aufstehen nicht mehr ohne Hilfe möglich? Stellen Sie dann einen Antrag auf Pflege­leistungen bei Ihrer Kranken- und Pflegekasse. Es genügt, wenn Sie schreiben: „Ich beantrage Pflege­leistungen und bitte um eine Begut­achtung.“ Achten Sie in dem Schreiben auf ein Datum. Privat Kranken­versicherte wenden sich an ihren Versicherer.
  • Schritt 2. Von Ihrer Kasse bekommen Sie ein Antrags­formular zuge­schickt, das Sie ausgefüllt zurück­senden müssen. Haben Sie einen Bevoll­mächtigten oder Betreuer? Tragen Sie das ins Formular ein und senden Sie eine Kopie der Voll­macht oder des Betreuer­ausweises mit.
  • Schritt 3. Die Kasse beauftragt den Medizi­nischen Dienst der Kranken­versicherung (MDK). Er erstellt das Gutachten. Der MDK informiert Sie schriftlich über den Termin der Begut­achtung bei Ihnen zuhause.
  • Schritt 4. Bereiten Sie sich auf den MDK-Besuch vor und führen Sie ein Pfleg­etagebuch. Halten Sie darin fest, wie viel Zeit jede Pflege­tätig­keit dauert. Einge­tragen wird etwa, wie viele Minuten die Körper­pflege, Aufstehen, An- und Ausziehen dauern.
  • Schritt 5. Legen Sie Pfleg­etagebuch und Unterlagen zu Medikamenten und Erkrankungen wie Arzt- oder Rehaberichte für den MDK zurecht, auch Ihren Ausweis. Die helfende Person sollte anwesend sein.
  • Schritt 6. Der Gutachter wird Fragen zu Ihrer Lebens­situation stellen und Sie unter­suchen. Auf dieser Basis erstellt er das Gutachten und schickt es der Pflegekasse.
  • Schritt 7. Die Kasse schickt Ihnen den Bescheid zu. Sind Sie nicht damit einverstanden, wider­sprechen Sie inner­halb von vier Wochen. Begründen Sie Ihren Wider­spruch.

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