Pflege­versicherung Special

Ab 2015 steigen die Geld­beträge für sämtliche Leistungen aus der gesetzlichen Pflege­versicherung. Neu ist auch, dass Versicherte mit Pfle­gestufe 0 die Tages- oder Nacht­pflege ohne Einschränkungen bean­spruchen können und 231 Euro dafür erhalten. Die Experten der Stiftung Warentest erklären, welche Verbesserungen für wen ab Jahres­anfang gelten. Eine Tabelle zeigt, wie die Grund­leistungen für die Pflege zuhause steigen. Und im Interview erklärt Architekt Eckhard Feddersen, was beim barrierefreien Umbau von Gebäuden zu beachten ist.

Der Einstieg in den Testbe­richt

„Am Anfang sind es nur Kleinig­keiten. Verlegte Schlüssel. Versalzener Tee. Lücken im Namens­gedächt­nis. Irgend­wann aber wird der Kampf mit dem Vergessen bei Demenz­kranken zum Voll­zeitjob – für sie selbst und ihre Familien.

Eine besondere Heraus­forderung ist die Betreuung von Menschen mit leichter und mittel­schwerer Demenz. „In dieser Phase sind sie körperlich noch fit, können aber ihren Alltag nicht mehr strukturieren und orientieren sich am gesunden Partner oder den Kindern“, sagt Alwin Emmen­ecker, Leiter eines Senioren­hauses der Arbeiter­wohl­fahrt Pfalz. „Oft können pflegende Angehörige dann nicht einmal mehr allein zum Einkaufen gehen.“

Diese Rund-um-die-Uhr-Betreuung ist nicht nur kräftezehrend und zeit­intensiv, sondern auch teuer: Viele Familien­mitglieder müssen ihre Arbeits­zeit reduzieren oder ihren Job aufgeben, um zu pflegen. Auf dem finanziellen Verlust bleiben sie zum Groß­teil sitzen. Die Pflegereform mildert das ab 2015 ab.

Laut Bundes­gesund­heits­ministerium stehen im neuen Jahr 1,4 Milliarden Euro mehr für die Pflege zuhause zur Verfügung als bisher. In allen Pfle­gestufen gehen die Sätze nach oben. Vor allem aber kommen neue Leistungen dazu – insbesondere für Demenzpatienten. (...)“

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