Ergänzungsgesetz: Mehr Geld bei Demenz

Patienten mit besonders hohem Bedarf an Betreuung erhalten zusätzlich 460 Euro pro Jahr. Voraussetzung ist, dass sie in Pflegestufe I bis III sind und nicht im Heim leben. Das Pflegeleistungs-Er­gänzungsgesetz gilt besonders für De­menzkranke, geistig Behinderte oder psychisch Erkrankte. Kriterien sind:

  • Unkontrolliert das Haus verlassen.
  • Verkennen oder Verursachen gefährlicher Situationen.
  • Unangebrachtes Verhalten.
  • Aggressives Verhalten.
  • Unfähigkeit, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen. Probleme im Alltag.
  • Unfähigkeit zur Mitarbeit bei der Therapie wegen Depression oder Angst.
  • Störung des Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Unkontrollierte Emotionen.

Das Geld muss bei der Pflegekasse beantragt werden. Es kann zum Beispiel für Pflegekosten eingesetzt werden. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage entsprechender Belege. Zusätzlich werden bei Pflegestufe I und II zwei Beratungseinsätze durch Pflegedienste pro Halbjahr gezahlt, bei Stufe III pro Vierteljahr.

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