Südliche Sonne und deutsche Pflegeleistungen – diese Kombination klappt nicht immer. Das Bundessozialgericht hat in zwei Fällen gegen Rentner entschieden, die nach Spanien übergesiedelt waren.

Sie wollten trotzdem in der deut­schen Pflegeversicherung bleiben, weil deren Leistungen besser sind. Da aber beide ­neben ihrer deutschen Rente auch eine von der spanischen Rentenversicherung beziehen, sind sie Pflichtmitglieder der spanischen Krankenversicherung. Eine gleichzeitige Versicherung in der deutschen Pflegekasse ist nicht möglich, entschied das Gericht. (Az. B 12 P 9/03 R und B 12 P 4/02 R).

Senioren, die nur eine deutsche Rente beziehen, haben es besser. Sie bleiben Mitglieder der deutschen Sozialversicherung, auch wenn sie in ein ­anderes EU-Land ziehen. ­Werden sie pflegebedürftig, ­erhalten sie Pflegegeld von der deutschen Kasse: monatlich bis zu 665 Euro in Pflegestufe III.

Die höheren Pflegesachleistungen, zum Beispiel für die Pflege in einem Heim (bis 1 432 Euro monatlich), erhalten aber auch sie nicht im EU-Ausland.

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