Tipps

  • Vorsorge. Schließen Sie eine Pflegezusatzversicherung möglichst in der ersten Hälfte Ihres Erwerbslebens ab. Später zahlen Sie wesentlich höhere Beiträge oder Sie bekommen wegen einer mittlerweile eingetretenen Erkrankung keinen Vertrag mehr. Hinzu kommt: Einige Versicherer nehmen Neukunden nur bis zum Alter von 55 Jahren an.
  • Auswahl. Wählen Sie eine Pflegezusatzversicherung, die sowohl für häusliche als auch für stationäre Pflege zahlt - und zwar in allen drei Pflegestufen.
  • Tagegeld. Für die meisten Menschen ist eine Pflegetagegeld­versicherung die bessere Wahl. Mit diesem Vertragstyp können Sie selbst entscheiden, wofür Sie das Geld von der Versicherung ausgeben. Die Höhe des Tagegelds ist von der Pflegestufe abhängig.
  • Kostenersatz. Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie sich im Pflegefall wahrscheinlich professionell betreuen lassen müssen, können Sie auch den Pflegekostentarif wählen. Er beschränkt sich auf die reinen Pflegekosten, die die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung übersteigen.
  • Kündigung. Die Verträge haben in der Regel eine Laufzeit von drei, zwei oder einem Jahr. Der Vertrag verlängert sich in der Regel jedes Jahr automatisch um ein weiteres Jahr. Sie können mit einer Frist von drei Monaten zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit kündigen und danach jährlich zum Ende des Versicherungsjahrs. In den ersten drei Vertragsjahren hat der Versicherer ein ordentliches Kündigungrecht.
  • Wechsel. Wenn Sie zu einer anderen vermeintlich günstigeren Gesellschaft wechseln wollen, stellen Sie bei ihr einen Antrag, bevor Sie den alten Vertrag kündigen. Vielleicht liegen die Beiträge höher, als Sie annehmen - etwa wegen einer Vorerkrankungen oder weil Sie mittlerweile älter sind.
  • Angebots-Beispiel. Sie können geeignete Angebote aus dem Testkompass auswählen. Die Angebote erfüllen die Kriterien des Tests in Finanztest 12/2002.
    1. Leistung für stationäre und häusliche Pflege.
    2. Leistung in allen drei Pflegestufen.
    3. Leistung kann nachträglich ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden.
    4. Keine Karenzzeit bis zur Leistung.
    5. Keine unzumutbaren Anforderungen an den Nachweis der fortdauernden Pflegebedürftigkeit.
  • Test. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Test Vergleich Pflegezusatzversicherungen.

Die Pflegestufen

  • Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige): Jemand benötigt bei Körperpflege, Essen, Aufstehen oder der Fortbewegung mindestens einmal am Tag Hilfe. Diese Versorgung wird Grundpflege genannt. Zusätzlich braucht er mehrmals pro Woche Hilfe im Haushalt. Zusammen beträgt der Hilfebedarf 90 Minuten pro Tag, davon mindestens 45 Minuten Grundpflege.
  • Pflegestufe II(Schwerpflegebedürftige): Jemand braucht mindestens dreimal pro Tag Grundpflege und mehrmals pro Woche Hilfe im Haushalt. Zusammen beträgt der Bedarf drei Stunden pro Tag, davon mindestens zwei Stunden Grundpflege.
  • Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige): Jemand braucht täglich rund um die Uhr Hilfe – insgesamt mindestens fünf Stunden pro Tag. Auf die Grundpflege entfallen mindestens vier Stunden.

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