Pflegetagegeldversicherungen Meldung

Diese Policen zahlen für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit die vereinbarte Summe. Mit unserer Computeraktion finden Sie günstige Verträge.

Rund 2,4 Millionen Deutsche sind pflegebedürftig, Tendenz steigend. Mehr als zwei Drittel werden zuhause versorgt. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt aber nur einen Teil der Kosten. Schon in der niedrigsten Pflegestufe beträgt die Lücke oft mehrere hundert Euro. Noch größer ist sie in den Pflegestufen II und III: Da kann die Versorgung zuhause sogar teurer sein als im Heim, vor allem wenn jemand rund um die Uhr Hilfe braucht. Daran wird auch die geplante Pflegereform wohl nichts ändern.

Ein private Absicherung ist deshalb sinnvoll. Pflegetagegeldversicherungen zahlen pro Tag der Pflegebedürftigkeit den bei Vertragsschluss vereinbarten Geldbetrag, beispielsweise 50 Euro. Der Kunde kann frei darüber verfügen, auch ohne Nachweis, welche Pflegekosten tatsächlich entstehen. Diese Police ist daher die richtige Wahl für Leute, die im Alter voraussichtlich von Verwandten oder Freunden gepflegt werden.

Mann zahlt etwa 40, Frau 55 Euro

Ganz billig ist sie aber nicht: Ein 45-Jähriger, der für einen guten Tarif monatlich rund 40 Euro zahlen will, erhält dafür in Pflegestufe I später je nach Anbieter 525 bis 679 Euro monatlich bei Pflege zuhause und 2 100 bis 2 658 Euro bei Pflege im Heim. Eine gleichaltrige Frau zahlt für ähnliche Leistungen etwa 55 Euro.

Unsere Computeraktion (siehe Analyse Pflegetagegeldversicherung) hilft bei der Wahl des richtigen Tarifs. Im Fragebogen können Sie festlegen, wie viel die Versicherung monatlich mindestens zahlen soll. Am besten wählen Sie die Pflegestufe aus, die Ihnen am wichtigsten ist. Wir berechnen dann die Leistungen in den anderen beiden Pflegestufen. Die Analyse kostet 16 Euro.

Tipp: Wir raten, schon für Pflegestufe I Geldzahlungen abzusichern.

Unsere Auswertung umfasst die Tarife, die mindestens befriedigend abgeschnitten haben (siehe Themenpaket Pflege aus Finanztest 2/11). Eine weitere Berechnung erhalten Sie, wenn Sie den Monatsbetrag angeben, den Sie maximal bezahlen wollen. Wir berechnen dann die Leistungen in den drei Pflegestufen.

Die meisten Tarife sehen die volle Summe erst für Pflegestufe III vor, in den Stufen I und II gibt es nur einen Teil. Doch sollten Interessenten darauf achten, dass auch dort genug gezahlt wird, denn 87,5 Prozent aller Pflegebedürftigen sind so eingestuft.

Wer früh abschließt, zahlt weniger

Wer früh abschließt, zahlt weniger Beitrag. Ein Kunde, der erst mit 65 Jahren einsteigt, zahlt deutlich mehr als bei Abschluss mit 55 Jahren. Und Ältere werden auch häufiger wegen Vorerkrankungen abgelehnt oder müssen Zuschläge zahlen.

Wenn ein Patient bereits an einer schweren Krankheit leidet, ist es fast ausgeschlossen, dass er einen Vertrag bekommt.

Für Frauen besonders sinnvoll

Frauen zahlen deutlich mehr als Männer. Das liegt nicht nur daran, dass sie älter werden und daher oft auch länger pflegebedürftig sind, sondern auch daran, dass sie häufig mit einem älteren Mann zusammenleben und für den Mann – sobald er pflegebedürftig ist – die Pflege übernehmen. Wenn die Frau später aber selbst Pflege braucht, hat sie niemanden mehr, der sich um sie kümmern kann.

Frauen bekommen außerdem meist geringere Renten, deshalb ist Absicherung für sie besonders sinnvoll.

Wichtig: Wer einen Vertrag abschließt, sollte sicher sein, dass er die Beiträge dauerhaft aufbringen kann. Muss er wegen eines Engpasses aufgeben, hat der Kunde jahrelang umsonst gezahlt und steht bei Pflegebedürftigkeit ohne Leistungen da.

Das Formular für die Computeranalyse finden Sie im PDF zu diesem Artikel und in der Analyse Pflegetagegeldversicherung.

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