Pflegerentenversicherung der Generali Schnelltest

Angebot: Die Generali-Versicherung bietet eine Pflegerentenversicherung an, die Kunden noch bis zum Alter von 70 Jahren abschließen können. Die Selekta-3D-Pflege­vorsorge besteht aus einer privaten Rentenversicherung, kombiniert mit der Anwartschaft auf eine Pflegerentenversicherung – beides ohne Gesundheitsprüfung.

Der Kunde zahlt zwölf Jahre lang in die ­Rentenversicherung ein und kann dann die Ablaufleistung als Einmalbeitrag für die Pflegerentenversicherung verwenden. Schließt beispielsweise ein 60-jähriger Mann die Versicherung ab, zahlt er für Rentenversicherung plus Pflegeoption 146,96 Euro Monatsbeitrag. Eine gleich alte Frau müsste 204,76 Euro im Monat zahlen. Wird der Kunde pflegebedürftig, dann zahlt die Versicherung ihm eine ­lebenslange Pflegerente von bis zu 1 500 ­Euro im Monat in der höchsten Pflegestufe.

Vorteile: Kunden können diese Versicherung ohne Probleme zum Beispiel erst mit Mitte 50 abschließen. Das wäre bei einer Pflegezusatzversicherung, wie sie von den privaten Krankenversicherern angeboten wird, unter Umständen schwierig. Denn dort werden Antragsteller mit Vorerkrankungen abgelehnt oder müssen Risikozuschläge bezahlen.

Außerdem können die Versicherten nach der zwölfjährigen Ansparphase wählen, ob sie die Pflegeoption wahrnehmen oder sich stattdessen die Ablaufleistung oder eine kleine monatliche Rente auszahlen lassen. Eine Frau, die mit 60 eingestiegen ist, würde dann entweder einmalig 28 852 Euro oder eine kleine Rente von etwa 177 Euro im Monat erhalten.

Nachteile: Die Generali garantiert nicht, dass die Ablaufleistung der Rentenversicherung reicht, um den Einmalbeitrag für die Pflegerentenversicherung zu bezahlen. Es kann passieren, dass die Verzinsung in der Ansparphase schlechter ausfällt als ursprünglich kalkuliert. Zusätzlich können die Beiträge zur Pflegerentenversicherung zwischenzeitlich erhöht werden. Trifft beides zusammen, muss der Kunde im ungünstigsten Fall mehrere ­Tausend Euro nachzahlen, um in die Pflegerentenversicherung hineinzukommen.

Vor Ablauf der zwölf Jahre gibt es außerdem keine Pflegerente, auch wenn der Versicherte dann schon pflegebedürftig ist.

Fazit: Die Selekta-3D-Pflegevorsorge ist eine interessante Option, weil die meisten Menschen nicht vor dem 50. Lebensjahr für das Pflegefallrisiko vorsorgen wollen. Sie hat aber einen Haken: Die Kunden müssen für den ­Einstieg in die Pflegerentenversicherung möglicherweise kräftig nachzahlen, falls die Ansparphase nicht genügend Ertrag bringt.

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