Der Beitragssatz für die gesetzliche Pflegeversicherung soll um 0,1 Prozentpunkte steigen, um davon Verbesserungen für Demenzkranke zu bezahlen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, der zum 1. Januar 2013 in Kraft treten soll.

Kommt das Gesetz, gehört zur ambulante Pflege künftig auch die „allgemeine Betreuung“ Demenzkranker. Dazu werden die Leistungen der Pflegekassen für diese Patienten erhöht.

Menschen mit stark eingeschränkter Alltagskompetenz in der Pflegestufe 0, in die viele Demenzkranke eingestuft werden, können dann Leistungen professioneller Dienste im Wert von monatlich 225 Euro oder ein Pflegegeld von 120 Euro in Anspruch nehmen.

In den Pflegestufen I und II erhöht sich die reguläre Leistung jeweils um ein Drittel. Beispielsweise stehen einem dementen Pflegebedürftigen in der Stufe I dann professionelle Leistungen in Wert von 665 Euro statt 450 Euro zu.

Eine grundlegende Reform des Pflegebedürftigkeitsbegriffs, die von allen Fachleuten seit Jahren angemahnt wird, ist nicht vorgesehen. Um dieses Vorhaben umzusetzen, hat die Bundesregierung erneut einen Expertenbeirat eingerichtet.

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