Unser Rat

Antrag. Den Antrag auf Geld oder Sachleistungen von der Pflegekasse erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse. Dort ist die Pflegeversicherung angesiedelt. Ein ärztliches Attest oder eine Begründung ist nicht nötig. Wird der Antrag bewilligt, zahlt die Kasse rückwirkend bis zu dem Datum, an dem Sie den Antrag gestellt haben. Heben Sie deshalb eine Kopie auf.

Gutachten. Bereiten Sie sich auf den Besuch des Gutachters vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) vor. Er will wissen, wie viele Stunden am Tag der Pflegebedürftige Hilfe braucht. Vom Gutachten hängen die Einstufung des Pflegebedürftigen und die Leistungen ab.

Tagebuch. Führen Sie zur Vorbereitung am besten ein Pflegetagebuch. Vordrucke dafür gibt es bei vielen Kassen. Sie informieren auch darüber, welcher Hilfebedarf für welche Pflegestufe nötig ist. Schreiben Sie auf, wobei Ihr pflegebedürftiger Angehöriger Hilfe braucht und wie viel Zeit für die Pflege notwendig ist. So bekommen Sie ein Gespür dafür, welche Leistungen Ihnen zustehen.

Widerspruch. Legen Sie binnen eines Monats Widerspruch ein, wenn Sie die Einstufung nicht nachvollziehen können. Zunächst genügt ein Einschreiben mit Rückschein mit der kurzen Mitteilung, dass Sie Widerspruch einlegen. Der Pflegebedürftige oder sein gesetzlicher Betreuer muss den Widerspruch unterschreiben, genau wie den Antrag und anderen Schriftwechsel mit der Kasse.

Begründen. Reichen Sie anschließend die Begründung nach. Fordern Sie von der Kasse eine Kopie des MDK-Gutachtens an. Gehen Sie es Punkt für Punkt durch und prüfen Sie, ob alle notwendigen Leistungen berücksichtigt sind. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt oder einer Pflegekraft beraten, wenn Sie sich unsicher sind. Die Pflegekasse muss Ihnen Beratungskosten ersetzen, wenn Ihr Widerspruch Erfolg hat.

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