Gesetzliche Pflegeversicherung: Wichtige Leistungen für die Pflege zuhause

Pflegegeld. Kümmern sich Familien­mitglieder oder andere nahe­stehende Menschen um die Pflege, erhält der Pflegebedürftige Pflegegeld. Das gibt er an die Menschen weiter, die ihn versorgen (siehe Tabelle).

Pflegesach­leistungen. Über­nehmen Fach­kräfte eines Pflege­dienstes die Pflege zuhause, rechnet der Dienst seine Sach­leistungen direkt mit der Pflegekasse ab (siehe Tabelle). Ab 2013 können Pflege­dienste auch häusliche Betreuung abrechnen. Dazu gehören Vorlesen und Spazier­begleitung.

Betreuungs­geld. Steht bei Demenz im Pflege­gut­achten, dass „erheblicher allgemeiner Betreuungs­bedarf“ besteht, erhält der Versicherte 100 oder 200 Euro im Monat extra. Denn er muss im Alltag beaufsichtigt und bei allen Hand­lungen angeleitet werden. Der Betrag hängt vom Aufwand ab.

Tages- und Nacht­pflege. Pflegebedürftige können auch tags­über oder nachts in einer Pfle­geeinrichtung von Fach­kräften betreut werden und sonst zuhause sein. Pflegegeld und Sach­leistungen können kombiniert werden.

Verhinderungs­pflege. Können Angehörige vorüber­gehend nicht pflegen, weil sie krank oder im Urlaub sind, bezahlt die Kasse 1 550 Euro für eine Ersatz­pflege bis zu vier Wochen im Jahr. Ab 2013 bezahlt sie in dieser Zeit zusätzlich die Hälfte des Pflegegeldes.

Kurz­zeit­pflege. Kann der Pflegebedürftige nach einem Kranken­haus­auf­enthalt nicht sofort nach­hause, hat er bis zu 28 Tage im Jahr vorüber­gehend Anspruch auf Pflege im Heim.

Pfle­gehilfs­mittel. Hilfs­mittel zur Pflege erleichtern die Pflege und ermöglichen ein selbst­ständigeres Leben. Für Verbrauchs­artikel wie Einmalhand­schuhe und Bett­einlagen erstattet die Kasse 31 Euro im Monat.

Wohnungs­anpassung. Für Umbauten in der Wohnung, die für Barrierefreiheit sorgen, wie etwa das Abflachen der Stufen, zahlt die Kasse einen Zuschuss von 2 557 Euro.

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