Auch wenn Angehörige Pflegegeld für kranke Familienmitglieder erhalten, darf das Finanzamt den Pflegepauschbetrag von 924 Euro im Jahr nicht immer streichen. Belegen sie, dass sie vom Pflegegeld Ausgaben des Pflegebedürftigen bezahlt haben, können sie den Pauschbetrag behalten. Der Fiskus darf ihn nur Angehörigen versagen, die das Pflegegeld für sich behalten, entschied der Bundesfinanzhof­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­ ­­­­­­­­­­­­­­­­­­­(Az. III R 42/00).

Die Tochter der Klägerin bekam in Pflegestufe II 800 Mark Pflegegeld im Monat. Die Mutter erklärte, dass sie das Geld nur für die Tochter ausgegeben habe – zum Beispiel für sozialtherapeu­tische Gruppenreisen. Kann sie das belegen, ist der Pauschbetrag gerettet.

Dieser Artikel ist hilfreich. 72 Nutzer finden das hilfreich.