Check­liste: Pflege organisieren

  • Kranken­haus. Sprechen Sie im Kranken­haus früh mit den Ärzten und den Beratern von Sozial­dienst oder Pflege­über­leitung, damit Ihr Angehöriger auch nach seiner Entlassung gut versorgt wird.
  • Arbeit­geber. Sie dürfen sofort bis zu zehn Tage Ihrer Arbeit fern­bleiben, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird. Ihr Vorgesetzter darf Ihnen das nicht verweigern, er kann nur eine ärzt­liche Bescheinigung verlangen. Einen Anspruch auf Lohn­fortzahlung haben Sie meist nur, wenn Ihr Arbeits- oder Tarif­vertrag das vorsieht.
  • Antrag. Stellen Sie früh einen Antrag auf Einstufung in eine Pfle­gestufe bei Ihrer Pflegekasse. Sie ist bei Ihrer Krankenkasse angesiedelt. Leistungen erhalten Sie rück­wirkend ab dem Zeit­punkt des Antrags. Bis der Gutachter kommt, vergehen Wochen. Schreiben Sie bis dahin genau auf, welche Hilfe der Pflegebedürftige braucht.
  • Hilfen. Die Pflegekasse bezahlt mehr, als Sie vielleicht denken – zum Beispiel für den Umbau der Wohnung, für Pflege­kurse oder für Hilfs­mittel. Fragen Sie die Kasse danach. Eine Über­sicht im Internet gibt die Verbraucherzentrale Rhein­land-Pfalz: www.vz-rlp.de, Such­wort „Pflege­versicherung“.
  • Anbieter. Vergleichen Sie Pflege­dienste oder Pfle­geheime und vereinbaren Sie mit den Anbietern einen Gesprächs­termin. Nutzen Sie die Pflegenoten des Medizi­nischen Dienstes der Kranken­versicherung (MDK), der nahezu alle Einrichtungen in Deutsch­land prüft. Mehr dazu erfahren Sie unter dem Suchwort „Pflege-Noten“.
  • Familie. Besprechen Sie mit den anderen Angehörigen, wie Sie die Last der Pflege sinn­voll verteilen. Sonst bleibt die Verantwortung leicht an Ihnen allein hängen.

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