Pflegekräfte aus Osteuropa

Checkliste: Unterstützung in Haushalt und Pflege

17.06.2008
Inhalt
  • Pflegekasse. Für die Betreuung durch Angehörige oder ausländische Helferinnen können Sie Pflegegeld bekommen. Die höhere Sachleistung gibt es nur für professionelle Pflegekräfte mit Kassenzulassung.
  • Haushaltshilfen. Die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit vermittelt Haushaltshilfen aus Osteuropa unter folgenden Bedingungen:
    – Eine Person mit mindestens Pflegestufe I lebt im Haushalt.
    – Der Arbeitgeber gewährt eine angemessene Unterkunft.
    – Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden. Mehrarbeit wird vergütet, als Freizeit oder in Geld.
    – Die Haushaltshilfe darf keine pflegerischen Arbeiten übernehmen, insbesondere, wenn diese medizinische Kenntnisse erfordern. Dazu gehört etwa die Behandlung von Druckgeschwüren durchs Wundliegen (Dekubitus). Beim Füttern, Windeln oder Waschen der Patienten ist die Abgrenzung allerdings unscharf.
    Kontakt: ZAV Internationale Arbeitsvermittlung, 53107 Bonn, Tel. 02 28/7 13 14 14, E-Mail: Bonn-ZAV.Haushaltshilfen@arbeitsagentur.de
  • Pflegekräfte. Osteuropäische Pflegeunternehmen dürfen ihre Dienstleistung privaten Haushalten in Deutschland anbieten, sofern die Behörden in ihrem Heimatland eine Entsendebescheinigung (E 101) erteilen.
    Kontakt: Die Vermittlung betreiben Agenturen, die ihre Dienste zum Beispiel im Internet anbieten: www.diefamilienagentur.com, www.ihrepflege.eu, www.promedica24.de
    Über ihre Seriosität und Qualität haben wir jedoch keine Erkenntnisse.
  • Schwarzarbeit. Es ist verboten, eine Pflegekraft zu beschäftigen, die weder in Deutschland noch im Ausland gemeldet ist. Aus Sicht der deutschen Behörden arbeitet eine Pflegekraft selbst dann schwarz, wenn sie sich zuvor beim Finanzamt als Selbstständige angemeldet hat.
  • Kontrolle. Privathaushalte darf die Zollverwaltung nicht ohne Zustimmung des Wohnungsinhabers überprüfen. Nur bei konkretem Verdacht können Behörden mit richterlichem Durchsuchungsbeschluss den Zutritt erzwingen. Mehr Informationen gibt die Arbeitsgruppe „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ der Zollbehörden: www.zoll.de.
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