Steuer­erleichterungen für Haus­halts­hilfe, Pflege und Behin­derung

Für diese besonderen Lasten gibt es in unterschiedlichen Höhen Pauschalen oder es zählen die nachgewiesenen Ausgaben.

Situation

Absetz­bare Kosten

Voraus­setzungen

Hilfe
im Haushalt oder im Heim

20 Prozent der Lohn-, Maschinen- und Fahrt­kosten. Die Steuerersparnis beträgt für gering­fügig Beschäftigte bis 510 Euro, für selbst­ständige Dienst­leister und sozial­versicherte Hilfen bis 4 000 Euro im Jahr.

Nur für haus­halts­nahe Tätig­keiten – auch im Wohn­heim, wenn der Heimbe­wohner dort über eigenen Haushalt mit abschließ­baren Räumen, Küche, Bad, Wohn­bereich verfügt.

Nach­weise: Rechnung und Nach­weis über Zahlung auf das Konto des Dienst­leisters; für Minijobber Bescheinigung der Minijob-Zentrale: www.minijobzentrale.de; für Heim­kosten Jahres­abrechnung der Heimleitung, die anteilige Kosten ausweist.

Pflege zuhause
Kranken­pflege, Pflege­dienst

Steuer­abzug wie bei Hilfe im Haushalt, auch für Kosten, die beim Einzeln­achweis wegen der zumut­baren Belastung nicht berück­sichtigt werden.

Pflege­leistungen sind begüns­tigt, wenn sie im Haushalt der pflegebedürftigen Person oder im Haushalt des pflegenden Angehörigen erbracht werden.

Nach­weise: Rechnung und Nach­weis über Zahlung auf das Konto des Empfängers; bei gering­fügig Beschäftigten Bescheinigung der Minijob-Zentrale (siehe oben).

Pflege von Angehörigen
mit Pfle­gestufe III oder Ähnliches

Pflegepausch­betrag 924 Euro 1 für den pflegenden Angehörigen. Alternativ ist Einzeln­achweis der Kosten möglich, wie das auch für Pfle­gestufe I und II gilt.

Steuer­pflichtiger pflegt einen hilf­losen Angehörigen in dessen oder in seiner Wohnung. Zur Pflege ist er aus recht­lichen, tatsäch­lichen oder sitt­lichen Gründen verpflichtet. Er erhält dafür kein Pflegegeld.

Nach­weis: Bescheid über Pfle­gestufe III oder Schwerbehinderten­ausweis mit Buch­staben H (hilf­los) oder Bescheid des Versorgungs­amts.

Kosten bei einer Behin­derung
mit mindestens 25 Prozent

Behindertenpausch­betrag staffelt sich nach Grad der Behin­derung zwischen 310 und 3 700 Euro. Zusätzlich zählen besondere Ausgaben für eine Haus­halts­hilfe oder die Behand­lung einer akuten Krankheit.

Oft haben gepflegte Personen wegen ihrer Behin­derung Anspruch auf einen Pausch­betrag. Wird dieser in Anspruch genommen, können keine Pflege­kosten abge­zogen werden. Sind die Pflege­kosten sehr hoch, lohnt sich häufig der Verzicht auf den Pausch­betrag zugunsten nachgewiesener behin­derungs­bedingter Kosten.

Nach­weis: Schwerbehinderten­ausweis oder Bescheid des Versorgungs­amts.

    • 1 Aufteilung des Höchst­betrags, wenn mehrere pflegen oder Unterhalt zahlen.