Pflegebedürftige und Angehörige können sich bald mithilfe von Schulnoten über die Qualität von Pflegeheimen informieren. Das Verfahren, auf das sich der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes des Bundes der Krankenkassen (MDS) geeinigt hat, sieht eine Gesamtbewertung von „sehr gut“ bis „mangelhaft“ vor. Grundlage ist eine Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) oder eine gleichwertige Prüfung – etwa durch die Heimaufsicht. In diese Gesamtbewertung fließen 82 Einzelkriterien ein. Die Qualität der pflegerischen Versorgung ist für das Gesamtergebnis eines Heimes die wichtigste Bestimmungsgröße. Aspekte zur sozialen Betreuung, zum Wohnen, zur Verpflegung gehen in die Gesamtbewertung mit ein. Die Ergebnisse aus der Bewohnerbefragung werden veröffentlicht. Bis Ende 2010 müssen die Medizinischen Dienste alle ambulanten und stationären Einrichtungen prüfen. Danach gibt es eine jährliche Kontrolle.

Dieser Artikel ist hilfreich. 485 Nutzer finden das hilfreich.