Ein Pflegeheim in Nordrhein-Westfalen hat erreicht, dass die AOK in ihrem Pflegeheimnavigator im Internet vorläufig nicht auf Mängel dieses Heims hinweisen darf (Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Az. L 10 P 7/11 B ER). Ein Urteil des Sozialgerichts Detmold, das in der Sache zu entscheiden hat, steht noch aus.

Unter www.aok-pflegeheimnavigator.de können Versicherte nach Pflegeheimen in ihrer Nähe suchen und sich über deren Qualität informieren. Das Heim hat nun verhindert, dass Interessenten bei ihrer Suche nach den Noten für dieses Haus zu Einzelpunkten – wie Vorbeugung von Druckgeschwüren durch Wundliegen (Dekubitus) oder Sturzprophylaxe – sortieren können. Bei der Frage „Wird Dekubitus vermieden?“ war das Heim mit mangelhaft (5,0) bewertet.

Grundlage des Pflegeheimnavigators sind die Prüfberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen.

Die vollständige Veröffentlichung dieser Daten beanstandeten die Richter nicht, es ging nur um die Sortierfunktion des Pflegeheimnavigators. Der AOK-Bundesverband hofft, nach der gerichtlichen Klärung wieder uneingeschränkt informieren zu dürfen.

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