Pflegeheim Rollstuhl ja, soziale Hilfe nein

30.03.2000

Pflegebedürftigen Heimbewohnern, die nicht ständig einen Rollstuhl brauchen, muss die Krankenkasse keinen Rollstuhl bezahlen. Anders ist das aber, wenn der Patient ab und zu das Heim verlässt, zum Beispiel für Ausflüge mit Angehörigen. Weil Pflegebedürftige Anspruch auf Teilnahme am öffentlichen Leben haben, muss die Kasse zahlen, entschied das Bundessozialgericht (Az: B 3 KR 26/99 R). Hingegen erhalten Heimbewohner keinen Kostenersatz für die soziale und medizinische Betreuung im Heim: Sie spielt bei der Einstufung in die Pflegestufe keine Rolle. Solche Kosten seien in den Pflegesätzen enthalten, meinten die Richter. Nur bei besonders hohem Betreuungsbedarf dürfen die Heime von der Kasse einen höheren Satz verlangen (Az: B 3 P 12/99).

30.03.2000
  • Mehr zum Thema

    Pfleg­etagegeld­versicherung im Vergleich Die besten Tarife für die private Zusatz­versicherung

    - Eine Pfleg­etagegeld­versicherung hilft bei den Pflege­kosten. Versicherte sollten aber steigende Beiträge bewältigen können. Stiftung Warentest hat die Tarife Anfang...

    Pflege­versicherung Wann sie leistet, was sie kostet

    - Wird ein Mensch pflegebedürftig, braucht er Hilfe – von Familien­mitgliedern oder Pflegefach­kräften. Finanzielle Unterstüt­zung bietet die gesetzliche Pflege­versicherung.

    Pfle­geheim Bundes­gerichts­hof erleichtert Umzug

    - In Zukunft können viele Pflegebedürftige auch mitten im Monat in ein anderes Heim ziehen, wenn dort ein Platz für sie frei wird. Zusätzliche Kosten müssen sie deshalb...