Pfle­geeltern werden

Sie über­legen, selbst ein Pflegekind bei sich aufzunehmen? Vieler­orts suchen Jugend­ämter nach Paaren und Singles, die jungen Menschen ein neues Zuhause geben möchten.

Beratungs­angebote wahr­nehmen

Das Jugend­amt oder ein Pflege­kinder­dienst vor Ort bieten in der Regel Informations­abende sowie persönliche Beratung vor Ort und per Telefon. Besteht das Interesse weiterhin, folgt meist ein Vorbereitungs­kurs. Vereine, Internetforen und Facebook-Gruppen sind Anlauf­stellen, um mit anderen Pfle­geeltern in Kontakt zu kommen.

Voraus­setzungen

  • Der Alters­unterschied zwischen Kind und Pfle­geeltern sollte nicht mehr als 45 Jahre betragen.
  • In der Anfangs­phase sollte mindestens eine Pflege­person höchs­tens teil­zeit­beschäftigt sein.
  • Ausreichend großer Wohn­raum.
  • Gesicherte finanzielle Situation.
  • Erweitertes polizei­liches Führungszeugnis (für Pflegefamilien kostenfrei).
  • Ärzt­liches Gesund­heits­attest.
  • Teil­nahme an Schu­lungen.
  • Bereitschaft, bei der Über­prüfung Einblick ins Privatleben zu geben.
  • Zustimmung aller Familien­mitglieder, auch der leiblichen Kinder.
  • Bereitschaft mit dem Jugend­amt, mit Pflege­kinder­diensten und den leiblichen Eltern zu koope­rieren.

Was noch wichtig ist. Als Pfle­geeltern über­nehmen Sie eine große Verantwortung. Pflege­kinder wurden oft mehr­mals von ihren Bezugs­personen getrennt, vernach­lässigt und haben teil­weise körperliche oder seelische Gewalt erlebt. Geduld und Lern­bereitschaft sind hilf­reich. Sie erhalten Unterstüt­zung durch Fach­personal, beispiels­weise Therapeuten. Ihnen sollte bewusst sein, dass das Kind in seine Herkunfts­familie zurück­kehren kann.

Dieser Artikel ist hilfreich. 89 Nutzer finden das hilfreich.