Beratungs­gespräch: Gut vorbereiten

Ob beim Pfle­gestütz­punkt oder Sozial­dienst – ein Beratungs­gespräch über eine komplexe Pflegesituationen gelingt besser, wenn Sie sich, möglichst mit Ihren Angehörigen, vor dem Termin Gedanken über Ihre Situation und Ihre Wünsche machen. Wichtig sind diese Punkte:

Mit der Familie reden. Über­legen Sie gemein­sam mit nahe­stehenden Menschen, wer welche Unterstüt­zung leisten kann. Auch Freunde können helfen. Häufig geht es nicht nur um Pflege und Betreuung, sondern auch um weitere Aufgaben wie Einkauf, Hilfe beim Ausfüllen von Formularen und darum, Gesell­schaft zu leisten. Oft wird schnell klar, wer was machen kann.

Lebens­situation klären. Die Pflege­versicherung über­nimmt einen Teil der Kosten für Pflege und Unterstüt­zung durch Pflege­dienst oder Pfle­geheim. Verschaffen Sie sich einen Über­blick über Ihre finanzielle Situation, so können Sie besser einschätzen, welche Hilfelösungen, die ein Berater vorschlägt, für Sie infrage kommen. Über­legen Sie, wo die Pflege statt­finden soll. So können eine Wohnungs­anpassung oder ein Umzug ins Heim geplant werden.

Fragen aufschreiben. Notieren Sie alle Fragen genau. Merken Sie als pflegender Angehöriger, dass Sie an Ihre Grenzen stoßen, fragen Sie sich: Was mache ich alles? Welche Situationen fallen mir besonders schwer? Was würde ich gern verändern? Wie und wo erhole ich mich? Gibt es ein Pflege­gut­achten, nehmen Sie das zur Beratung mit.

In der Beratung. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen, und machen Sie sich Notizen. So können Sie sich später besser an Details erinnern. Mehr dazu, wie gute Pflegeberatung aussieht, erfahren Sie im Interview mit Prof. Büscher.

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