Pflegegeld, Tages­pflege, Verhinderungs­pflege, Familien­pflege­zeit, Sach­leistungen, Entlastungs­betrag – diese Leistungen stehen Pflege­versicherten zu, wenn sie selbst oder ein Angehöriger pflegebedürftig sind. Doch wie bekommt man diese Leistungen und wer bietet sie an? Wie und wo muss ein Pfle­gegrad beantragt werden, wer kann pflegen – und wie wird das Erdgeschoss im Haus barrierefrei? Wir zeigen, wo Sie Hilfe finden, und erklären, was eine gute Pflegeberatung ausmacht.

Pflege-Set – das bietet unser Finanztest Spezial

Wie wird Schritt­weise die Pflege organisiert? Was muss man bei finanziellen Ansprüchen beachten? Wie läuft das mit dem Eltern­unterhalt? Antworten bekommen Sie in unserem Spezial Pflege-Set von den Gesund­heits­experten von Finanztest. Zusätzlich erhalten Sie die Test­ergeb­nisse zu den Themen Notrufdiensten und osteuropäischen Pfle­gekräfte.

Antworten zum Pfle­geall­tag

Wird ein Mensch pflegebedürftig, hat die ganze Familie viele Fragen: Wie ist das jetzt mit den neuen Pfle­gegraden, an wen muss ich mich über­haupt wenden, wie komme ich an eine gute Tages­pflege? Und was ist, wenn ich als pflegende Person mal selber in den Urlaub fahren will? Hilfe geben Pflegeberatungs­stellen – und zwar fast immer gratis. Eine gute Pflegeberatung informiert und hilft Betroffenen und Angehörigen, Entscheidungen darüber zu treffen, wie der Pfle­geall­tag organisiert werden soll und wer bei der Hilfe mit einge­bunden wird. Zudem klärt sie auf über finanzielle Leistungen der Pflege­versicherung und recht­liche Aspekte wie Vorsorgevoll­macht und gesetzliche Betreuung.

Begleitung in komplizierten Situationen

Der Berater erarbeitet mit dem Versicherten einen Versorgungs­plan. Der Plan führt auf, welche Anbieter welche Leistungen erbringen, welcher Kosten­träger wie Kranken- oder Pflegekasse die Leistungen bezahlt, welche Anträge wo gestellt werden und welche unterstützenden Dienste es noch gibt. Dazu gehören etwa die Hilfs­mittel­versorgung, die Wohnungs­anpassung, die Tages­pflege und auch Angebote wie Besuchs- und Betreuungs­dienste. Gute Beratung ist wichtig, weil sie Menschen hilft, die nötige Unterstüt­zung zu finden, um so lange wie möglich zu Hause wohnen zu können. Und wenn das nicht mehr möglich ist, helfen die Berater auch, ein passendes Pfle­geheim zu finden.

Auf der Suche nach guter Beratung

In Deutsch­land gibt es eine große Zahl an Beratungs­stellen. Jedoch sind sie regional sehr unterschiedlich verteilt. Unterschiedliche Akteure beraten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen – ange­fangen von den Kranken­versicherern (die von Gesetzes wegen zur Beratung verpflichtet sind) über Pfle­gestütz­punkte und freie Pflegeberater bis hin zu ehren­amtlichen Helfern, Pflege­diensten und Online-Beratungs­angeboten.

Das bietet das Finanztest-Special

  • Wer berät. Wir sagen, wer in Deutsch­land neben Pflegekassen und den Pfle­gestütz­punkten noch berät – und welche Art der Beratung Sie hier erwarten können.
  • Wie wird beraten. Ob telefo­nisch, in der Beratungs­stelle oder im Rahmen eines Haus­besuchs: Wir sagen, wie und wo Sie Beratung in Anspruch nehmen können – und ob das Angebot kostenlos ist.
  • Hilfe im Netz. Wir nennen Ihnen Pflegeforen und Webseiten, die Informationen und Auskunft zur Pflege zu Hause geben.
  • Gut vorbereitet. Damit ein Beratungs­gespräch gelingt, ist es sinn­voll, sich vorher schon Gedanken zu machen. Hier lesen Sie, wie Sie sich auf ein Beratungs­gespräch vorbereiten.

Themenpaket Pflege und Versicherung

Im Themenpaket Pflege und Versicherung haben wir auf 99 Seiten alle Artikel zusammen­gestellt, die in den letzten zwei Jahren in unseren Zeit­schriften test und Finanztest zum Thema Pflege erschienen sind, darunter auch der Pflegeberatungs-Artikel aus Finanztest 4/17. Unsere Experten geben Antworten auf viele Fragen zur jüngsten Pflegereform und erklären, wie sich pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen auf eine Pflegesituation vorbereiten können – und wo sie im Ernst­fall Hilfe finden.

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