Tipps

So wird die Hilfe legal

  • Arbeitsvertrag. Schließen Sie keinen Arbeitsvertrag direkt mit einer ausländischen Pflegerin ab. Das ist illegal. Einzige Ausnahme: Verträge mit Haushaltshilfen, die die Bundesagentur für Arbeit vermittelt hat. Die sind legal.
  • Vermittlung. Die Agenturen im Test vermitteln nur. Schließen Sie einen Vermittlungsvertrag ab und achten Sie darauf, dass dieser Vertrag nur die Vermittlung enthält. Regelungen zur Pflegeleistung sind hier unzulässig.
  • Pflegevertrag. Den Vertrag über die Pflegeleistung schließen Sie mit dem ausländischen Entsender oder der ausländischen Pflegerin, wenn diese selbstständig arbeitet.
  • Angestellt. Ist die ausländische Pflegerin beim Entsendeunternehmen angestellt, haben Sie als Auftraggeber kein Weisungsrecht. Weisungsrecht hat nur der Arbeitgeber - das Entsendeunternehmen. Es gelten die deutschen Gesetze für Arbeitszeit, Ruhezeit und Urlaub.
  • Selbstständig. Selbstständig sind Pflegerinnen, die in ihrer Heimat ein Gewerbe angemeldet haben. Sie dürfen nach allgemeiner Rechtsauffassung nicht im Haushalt des Auftraggebers wohnen und müssen mehrere Auftraggeber haben. Sonst gelten sie in Deutschland als scheinselbstständig.
  • Entsendung. Egal ob angestellt oder selbstständig: Die Pflegerin muss in ihrem Heimatland Sozialversicherung zahlen. Die Behörden bescheinigen das mit dem Formular E 101. Lassen Sie sich diese Entsendebescheinigung von Ihrer Pflegerin zeigen.

Darauf sollten Sie achten

  • Sprache. Fragen Sie den Vermittler nach den Deutschkenntnissen der Pflegerin. Prüfen Sie das nach Möglichkeit in einem persönlichen Gespräch.
  • Auswahl. Fragen Sie den Vermittler, wie viele Personalvorschläge er macht. Gute Agenturen sollten mindestens zwei bis drei Pflegerinnen vorschlagen.
  • Qualifikation. Fragen Sie nach der Qualifikation der Pflegerin. Üblich sind Frauen mit Pflegeerfahrung. Eine klassische Ausbildung als Pflegerin haben die Frauen nur selten.
  • Unterkunft. Prüfen Sie, ob sie genug Platz für die Pflegerin haben. Sie müssen Unterkunft und Verpflegung organisieren. Die Pflegerin braucht ein eigenes Zimmer.
  • Urlaub. Kalkulieren Sie Urlaub und Ausfallzeiten mit ein. Die Pflegerin könnte auch selbst einmal krank werden. Vermittlungsagenturen sollten eine zweite Pflegekraft organisieren können. Sonst müssen Angehörige einspringen.
  • Wechsel. Klären Sie vorher, wie lange die Pflegerin bei Ihnen arbeiten kann. Nach dem Entsenderecht bis zu 12 Monate. Viele Entsendeunternehmen wechseln ihr Personal häufiger aus. Alle drei bis sechs Monate etwa.

Weitere Tipps zur Pflege

  • Kombinieren. Kombinieren Sie verschiedene Pflegeformen zu einer sicheren 24-Stunden-Betreuung. Eine Pflegerin aus Osteuropa, ein ambulanter Pflegedienst, eine Haushaltshilfe oder auch Angehörige können sich die Arbeit teilen.
  • Haushaltshilfe. Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt Hauhaltshilfen aus Osteuropa. Die Haushaltshilfe darf allerdings nicht pflegen. Die wöchentliche Arbeitszeit ist auf 38,5 Stunden begrenzt.
  • Pflegegeld. Beantragen Sie Pflegegeld für die Betreuung durch Angehörige. Den Antrag erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.
  • Betreutes Wohnen. Eine Alternative zwischen Pflegeheim und der eigenen Wohnung: Betreutes Wohnen bedeutet professionelle Hilfe bei selbstständiger Lebensführung. Eignet sich aber nur für Menschen, die mit Unterstützung noch alleine klar kommen.

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