Pflegende Angehörige bekommen Renten­punkte gutgeschrieben

Wer Angehörige zu Hause pflegt, ­bekommt einen kleinen Zuschlag zur Rente. Unter bestimmten Voraus­setzungen erkennt die Rentenkasse Pflege­zeiten an und schreibt einem Pflegenden Renten­punkte gut. Dafür zahlt die gesetzliche oder private Pflege­versicherung des Pflegebedürftigen Beiträge in die gesetzliche Rente.

Voraus­setzungen

Der Pflegebedürf­tige muss mindestens in Pfle­gegrad 2 einge­stuft sein. Außerdem muss der Pflegende für die Pflege mindestens zehn Stunden pro Woche regel­mäßig an mindestens zwei Tagen aufwenden. Daneben darf er nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbs­tätig sein. Ist der Pflegende regulär in ­Alters­rente gegangen, darf er keine volle Alters­rente beziehen.

Tipp: Wollen Sie als Pflegender regulär in Alters­rente gehen, beantragen Sie statt einer Voll­rente eine Teilrente von 99 Prozent. So haben Sie kaum Abzüge bei der Renten­zahlung, bekommen aber die vollen Pflege-Renten­punkte weiter gutgeschrieben. Mehr zum Thema in unserer Meldung So sichern sich ältere Pflegende die Rentenpunkte.

Fragebogen

Pflegende müssen keinen Antrag auf Einzahlung der Renten­beiträge durch die Pflegekasse oder private Pflege­versicherung stellen. Statt­dessen füllen sie den „Fragebogen zur Zahlung der Beiträge zur sozialen Sicherung für nicht erwerbs­mäßig tätige Pflege­personen“ aus und geben ihn bei der Pflege­versicherung des Pflegebedürftigen ab. Diesen Fragebogen ­bekommen pflegende Angehörige von Pflege­versicherungen, Pfle­gestütz­punkten und Renten­versicherungs­trägern – auch im Internet.

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