Ambulanter Pflege­dienst: Hilfe für pflegende Angehörige

Vor allem bei den klassischen Pflege­tätig­keiten können sich pflegende Angehörige Hilfe von Profis holen.

Anbieter

Wohl­fahrts­verbände, kirchliche Träger wie Diakonie und Caritas sowie zahlreiche private Anbieter bieten Unterstüt­zung an. Pflege­dienste in der Nähe finden Sie auf den dafür von Krankenkassen einge­richteten Internet­seiten wie pflegelotse.de und der-pflegekompass.de.

Leistungen

Zu den Aufgaben eines Pflege­dienstes gehören beispiels­weise Waschen, Toilettengänge, die Zubereitung von Mahl­zeiten und Hilfe beim Betten und Lagern. Auch haus­wirt­schaftliche Aufgaben kann er über­nehmen. Und: die Behand­lungs­pflege, etwa die Kontrolle von Blut­zucker und Blut­druck, Spritzengabe und Wund­versorgung.

Finanzierung

Die Pflegekasse bezahlt in Pfle­gegrad 2 bis 5 die Leistungen des Pflege­dienstes bis zu einem bestimmten Höchst­betrag (siehe Tabelle). Weitere Kosten müssen Sie selbst tragen. Ab Pfle­gegrad 1 können Sie den Entlastungs­betrag von 125 Euro zur Mitfinanzierung nutzen.

Auswahl

Lassen Sie sich, wenn möglich, von mehreren Diensten Informations­material, Preislisten und Muster­verträge schi­cken. Haben Sie keine Zeit, lange zu suchen, und bereits einen Dienst ausgewählt, probieren Sie ihn aus. Sollten Sie nicht zufrieden sein, können Sie laut Gesetz jeder­zeit frist­los den Vertrag kündigen. Erstellen Sie mit dem Dienst vorab einen Pfle­geplan und lassen Sie sich alle Kosten detailliert auflisten.

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