Betreuungs­kräfte aus Osteuropa Wie Pflege zu Hause funk­tioniert

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Betreuungs­kräfte aus Osteuropa - Wie Pflege zu Hause funk­tioniert
Hilfe. Betreuungs­kräfte unterstützen Pflegebedürftige bei der Bewältigung des Alltags. © Getty Images / Fred Froese

Rund 600 000 ausländische Betreuungs­kräfte arbeiten in Deutsch­land – durch Agenturen vermittelt oder von Familien angestellt. Welche Vor- und Nachteile das hat.

Inhalt

Wer pflegebedürftig ist, braucht Unterstüt­zung im Alltag, etwa bei der Körper­pflege, beim Essen und im Haushalt. Um so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können, muss die Pflege oft auf mehrere Schultern verteilt werden. Meist teilen sich Angehörige und professionelle Pfle­gekräfte die Versorgung einer pflegebedürftigen Person. Wird mehr Betreuung nötig, kann auch eine Hilfs­kraft, die mit im Haushalt lebt, unterstützen. Meist kommen solche Betreuungs­kräfte über Vermitt­lungs­agenturen aus dem osteuropäischen Ausland. Es geht aber auch ohne Agentur. Wie beide Wege funk­tionieren, erklären die Rechts­expertinnen der Stiftung Warentest.

Warum sich die Unter­suchung „Ausländische Betreuungs­kräfte“ für Sie lohnt

  • Frei­schaltung. Nach der Frei­schaltung des Artikels erfahren Sie, was für und gegen die Betreuung durch eine ausländische Hilfs­kraft spricht, welche Aufgaben sie über­nehmen kann und wie sie legal in Ihrem Haushalt arbeiten und leben kann.
  • Check­liste. Mit unserer Check­liste können Sie für sich klären, ob eine ausländische Betreuungs­kraft für Sie in Frage kommt.
  • Modell­rechnung. Es gibt verschiedene Möglich­keiten, wie Sie eine ausländische Hilfs­person bei sich beschäftigen können. Entweder Sie schalten eine Vermitt­lungs­agentur ein, die alle Formalitäten für Sie erledigt, oder Sie werden selbst zum Arbeit­geber. Die Kosten beginnen deutlich über 2 000 Euro und reichen bis über 3 000 Euro monatlich. Über Vor- und Nachteile beider Modelle informieren Sie die Expertinnen der Stiftung Warentest.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie den Heft­artikel aus Finanztest 08/2022 zum Download.

Vermitt­lungs­agentur einschalten oder selbst Arbeit­geber werden

Bei der Über­legung, ob eine ausländische Betreuungs­kraft die Versorgung des oder der Pflegebedürftigen absichern kann, spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Für viele ist die Frage entscheidend, ob und wie eine ausländische Kraft rechts­sicher und legal beschäftigt werden kann. Darüber informieren wir auf den folgenden Seiten: Wer eine Agentur mit der Vermitt­lung einer Haus­halts­hilfe beauftragt, geht mehrere Vertrags­verhält­nisse ein, hat aber trotzdem wenig mit Formalitäten zu tun. Wer eine Betreuungs­kraft hingegen selbst beschäftigt, hat maximale Trans­parenz und Kontrolle über das Arbeits­verhältnis, muss aber auch einige Behördengänge erledigen.

Mehrere Verträge und unterschiedliche Kosten

Je nachdem ob eine Betreuungs­kraft über eine Agentur vermittelt oder von einer Familie ohne Einschaltung eines Dritten beschäftigt wird, gibt es Unterschiede bei der Organisation, den Verträgen und Kosten. Die Rechts­expertinnen der Stiftung Warentest erklären, welche Schritte Pflegebedürftige beziehungs­weise Angehörige gehen müssen, um eine geeignete Hilfs­kraft zu finden, welche Kosten auf sie zukommen und welche recht­lichen Hürden zu über­winden sind – mit und ohne Agentur.

Recht­liche Bedingungen abklären

Für die Unter­suchung haben wir Vertrags­unterlagen von Familien ausgewertet, die eine Betreuungs­kraft über eine Vermitt­lungs­agentur gefunden haben oder selbst beschäftigen. Außerdem haben wir uns die recht­lichen Bedingungen angesehen, die erfüllt sein müssen, damit eine ausländische Betreuungs­kraft legal in Deutsch­land beschäftigt sein kann, etwa Rege­lungen zur Arbeits­zeit und -schutz und zum Mindest­lohn.

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