Pflege von Angehörigen Wie Sie den Pausch­betrag nutzen können

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Wer Angehörige daheim versorgt, kann einen Pausch­betrag bekommen – aber nur ab Pfle­gestufe III. Den Pauschal­abzug gibt es für Pflegende, ohne dass sie Ausgaben dafür nach­weisen müssen. test.de erklärt, welche Regeln gelten.

924 Euro können abge­setzt werden

Pflege von Angehörigen - Wie Sie den Pausch­betrag nutzen können
© Stiftung Warentest

Versorgt jemand einen Angehörigen zuhause (siehe auch unsere Themenseite Pflege von Angehörigen), gewährt ihm das Finanz­amt einen Pflegepausch­betrag von 924 Euro im Jahr. Voraus­setzung: Der Gepflegte hat die Pfle­gestufe III oder ein „H“ für schwerbehindert im Ausweis und die Pflege ist kostenlos.

Angehörige sollten Pflegegeld nur treuhänderisch verwalten

Der Gepflegte darf auch nicht sein Pflegegeld weitergeben, sonst streicht das Finanz­amt den Pausch­betrag. Nur bei Eltern pflegebedürftiger Kinder macht es eine Ausnahme. Teilen sich zwei Angehörige die Pflege, bekommt jeder den halben Pausch­betrag, also 462 Euro. Angehörige sollten das Pflegegeld nur treuhänderisch verwalten. Dafür verlangt das Finanz­amt Nach­weise – etwa Ausgabenbelege.

Auszeiten sind erlaubt

Sie müssen den Pflegebedürftigen nicht an 365 Tagen im Jahr in ihrer oder seiner Wohnung betreuen. Das ist für den Pflegepausch­betrag nicht Bedingung. Auszeiten – privat oder beruflich – sind erlaubt. Wird der Pflegebedürftige eine Zeit lang im Tages­heim oder in Kurz­zeit­pflege versorgt, zählen diese Kosten extra als außergewöhnliche Belastung. Auch der Lohn für eine Minijob-Hilfe im Haushalt bringt Steuer­abzug: Von maximal 2 550 Euro im Jahr zählen 20 Prozent. Viele weitere Tipps bietet unser Ratgeber Steuererklärung 2014/2015 für Rentner und Pensionäre.

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