Kosten für die Unterbringung in einem Heim oder für dauernde Pflege können die Einkommensteuer senken. Absetz­bar sind aber nur Ausgaben, die für die eigene Pflege oder Heim­unterbringung anfallen. Das hat der Bundes­finanzhof klar­gestellt (Az. VI R 19/17). Pro Jahr können Steuerzahler bis zu 20 000 Euro ihrer Ausgaben für haus­halts­nahe Dienst­leistungen geltend machen, zu denen Pflege- und Betreuungs­leistungen zählen. Davon akzeptiert das Finanz­amt 20 Prozent, also höchs­tens 4 000 Euro jähr­lich. Der Kläger hatte für seine Mutter die Kosten für deren Aufenthalt in einem Seniorenheim über­nommen. Er machte den Anteil seiner Ausgaben für Pflege und Verpflegung seiner Mutter steuer­mindernd geltend.

Im Streitfall verwehrten Finanz­amt und Finanzge­richt dem Mann die Steuerermäßigung jedoch, weil es sich nicht um Kosten handelte, die dem Kläger wegen seiner eigenen Unterbringung in einem Heim oder zu seiner eigenen Pflege entstanden sind. Für Aufwendungen, die die Unterbringung oder Pflege einer anderen Person betreffen, scheidet die Steuerermäßigung aus. Diese Auffassung bestätigte nun auch der Bundes­finanzhof.

Tipp: Ausführ­liche Informationen rund ums Thema finden Sie im kostenlosen Special Außergewöhnliche Belastungen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.