Pflege Wann Sie für die Betreuung von Angehörigen freinehmen können

Die Wohnung umbauen oder ein Pfle­geheim finden, Formulare für die Kranken- und Pflegekasse ausfüllen, Termine mit Ärzten machen – wenn ein Familien­mitglied von heute auf morgen Hilfe benötigt, brauchen Helfende Zeit, um die Pflege zu organisieren. Auf zehn Tage Kurz­pflege­zeit hat jeder Arbeitnehmer Anspruch. Dazu gibt es Pflege­unterstüt­zungs­geld von der Pflegekasse. Unser Special zeigt, welche Möglich­keiten es gibt, um Pflege und Beruf bis zu zwei Jahre lang unter einen Hut zu bringen.

Inhalt

Der Einstieg in den Finanztest-Artikel

„Zwei Monate ist es her, dass der Vater von Ulrike Sindlinger anrief, weil ihre 90-jährige Mutter gestürzt war und in der Klinik lag: „Mir war schnell klar, ich muss meinem Vater helfen.“ Der 93-jährige Rentner hat selbst Pfle­gestufe I und braucht Unterstüt­zung. Bis zum Sturz hatte das seine Frau Anneliese Sindlinger über­nommen.

Die Tochter in Berlin buchte sofort einen Flug und war zwei Tage später bei den Eltern in Leon­berg bei Stutt­gart. Ihr Arbeit­geber gab ihr sofort frei – und das muss er auch. Seit 2015 gibt es einen Rechts­anspruch auf eine zehn­tägige Pflege­zeit, die Kurz­pflege­zeit – ohne dass diese beim Chef beantragt werden muss. Von der Pflegekasse gibt es in diesen Tagen Pflege­unterstüt­zungs­geld.

Sindlinger: „Das ging völlig problemlos, auch wenn bisher niemand im Unternehmen eine Kurz­pflege­zeit beantragt hatte.“ (...)“

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