Die Pflegereform: Das plant Rösler

Mit der Lebenserwartung wird auch der Pflegebedarf wachsen. Mit einer Reform will die Bundesregierung das System wappnen. Die Pläne des Gesundheitsministers Philipp Rösler:

Pflegekräfte

Ihre Arbeitsbedingungen sollen verbessert, ihre Ausbildungsgänge reformiert werden. Das soll den Beruf attraktiver machen und einem möglichen Fachkräftemangel entgegenwirken.

Angehörige

Sie sollen entlastet werden. Angedacht sind Erholungskuren mit den Gepflegten und höhere Rentenansprüche für ehrenamtlich Pflegende. Zudem sollen Angehörige für die Pflege die Arbeitszeit mindern können – bis zu zwei Jahre und mit Lohnausgleich. Letzteres sieht ein Gesetzesentwurf vom Bundesfamilienministerium vor.

Bürokratie

Der Papierkrieg im Pflegesystem soll verringert werden. Denn dann bleibt Fachkräften und Angehörigen mehr Zeit für das Wesentliche: Pflege und Betreuung.

Pflegestufen

Sie sollen neu definiert werden. Bisher richten sie sich vor allem nach dem Pflegeaufwand. Fortan soll auch der Betreuungsbedarf, etwa zur Beaufsichtigung von Demenzpatienten, stärker einfließen.

Finanzierung

Die Pflegeversicherung wird wohl teurer – mit Arbeitgeberbeteiligung oder durch einen verpflichtenden Zusatzbeitrag.

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