Das Pflegetagebuch: Das sollte drinstehen

Pflege Special

Ein Pflegetagebuch hilft Ihnen, Ihren Pflegebedarf genau einzuschätzen – und dem Gutachter, der zu Ihnen kommt und Ihre Pflegestufe ermittelt. Führen Sie das Pflegetagebuch mindestens eine Woche vor dem Gutachtertermin und legen Sie es dann dem Gutachter vor. Vordrucke gibt es bei der Pflegekasse.

Was drinsteht

Das Pflegetagebuch umfasst vom Aufstehen über Kochen, Essen bis zum Zubettgehen alle Bereiche für die Zuordnung zur Pflegestufe. Tragen Sie jeweils den Zeitaufwand in Minuten ein. Geben Sie auch die Art der Hilfe an: Wurde eine Handlung übernommen, unterstützt oder nur angeleitet?

Was zu beachten ist

Dabei gilt immer, wie lange ein Laie braucht, nicht ein professioneller Pfleger. Alle Schritte einer Pflegetätigkeit sind einzeln zu dokumentieren. So zählt der Gang zur Toilette zu „Gehen“, das Aus- und Wiederanziehen zu „Richten der Kleidung“ und nur der Teil dazwischen zu „Darm- oder Blasenentleerung“. Zudem erkennt die Pflegekasse Gehen und Stehen nur bei nötigen Verrichtungen an. Der Gang zur Toilette gehört also ins Tagebuch, nicht aber der zum Café.

Warum es wichtig ist

Das Pflegetagebuch dient als Grundlage für das Gutachtergespräch und als Argumentationshilfe beim eventuellen Widerspruch gegen Ihre Einstufung.

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