Pflege zu Hause durch Angehörige

Wer zu Hause von Familien­angehörigen oder Freunden gepflegt wird, bekommt Pflegegeld. Für die meisten Pflegebedürftigen steigt dieses ab Januar 2017 deutlich. So bekommen etwa Demenz­kranke in der derzeitigen Pfle­gestufe I monatlich 229 Euro mehr: 545 Euro statt 316 Euro. Nur für rein körperlich einge­schränkte Pflegebedürftige der derzeitigen Pfle­gestufe III ändert sich nach ihrer Über­leitung in Pfle­gegrad 4 finanziell nichts.

Leistungen kombinier­bar

Neben Pflegegeld können Pflegebedürftige Leistungen der teil­stationären Versorgung (Teilstationäre Tages- und Nachtpflege) und den Entlastungsbetrag in Anspruch nehmen. Beides wird nicht auf das Pflegegeld ange­rechnet. Sie können das Pflegegeld aber auch mit der Hilfe von Pflege­diensten, sogenannten Sach­leistungen, kombinieren (Pflege zu Hause durch Pflegedienste). Das Pflegegeld reduziert sich dann.

Beispiel: Ein Pflegebedürftiger mit Pfle­gegrad 2 nimmt Leistungen eines Pflege­dienstes im Wert von 344,50 Euro monatlich in Anspruch. Das sind 50 Prozent der ihm zustehenden Sach­leistungen von 689 Euro in Pfle­gegrad 2. Die Folge: Ihm stehen dann noch 50 Prozent des Pflegegeldes in Grad 2 von 316 Euro zu, also 158 Euro.

Vor 2017

Ab 2017

Pfle­gestufe

Pflegegeld (Euro/Monat)

Pfle­gegrad

Pflegegeld (Euro/Monat)

Unterschied (Euro)

Vor 2017

Ab 2017

Pfle­gestufe

Pflegegeld (Euro/Monat)

Pfle­gegrad

Pflegegeld (Euro/Monat)

Unterschied (Euro)

Menschen mit körperlichen Einschränkungen

I

244

2

316

72

II

458

3

545

87

III

728

4

728

0

Menschen mit einge­schränkter Alltags­kompetenz (durch Demenz, psychische Krankheiten etc.)

0

123

2

316

193

I

316

3

545

229

II

545

4

728

183

III

728

5

901

173

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