Der Entlastungs­betrag

Einen Entlastungs­betrag in Höhe von 125 Euro im Monat gibt es für alle mit Pfle­gegrad 1 bis 5, die zu Hause gepflegt werden. Er ersetzt die bisherigen zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungs­leistungen.

Entlastungs­betrag gibt es zusätzlich

Wie bisher verrechnet die Pflegekasse den Entlastungs­betrag nicht mit anderen Leistungen der häuslichen Pflege, sondern zahlt ihn zusätzlich. Er ist zweck­gebunden: Die Kasse erstattet nur bestimmte Leistungen von ambulanten Pflege­diensten oder ehren­amtlichen Alltags­helfern wie Gedächtnis­training, Vorlesen oder Hilfe beim Einkauf.

Pflegebedürftige können den Betrag aber auch einsetzen, um Regel­leistungen der Tages- oder Nacht­pflege aufzusto­cken und verbleibende Eigen­kosten zu finanzieren. Das Gleiche gilt für die Kurz­zeit­pflege, wenn Pflegebedürftige etwa nach einem Kranken­haus­auf­enthalt für einige Zeit auf voll­stationäre Pflege im Heim angewiesen sind.

Tipp: Beträge, die Sie in einem Monat nicht ausschöpfen, können Sie inner­halb eines Kalender­jahres in die Folgemonate über­tragen. Am Ende des Kalender­jahres noch nicht verbrauchte Beträge können Sie noch bis in das darauf­folgende Jahr mitnehmen.

Ab Januar 125 Euro für alle

Der Entlastungs­betrag beträgt ab 2017 einheitlich 125 Euro. Bisher stehen allen Pflegebedürftigen mindestens 104 Euro im Monat zu. Versicherte mit starker Demenz können aber bis Ende 2016 noch einen erhöhten Betrag von 208 Euro bekommen. Ab 2017 fällt dieser weg. Auch hier gilt Bestands­schutz: Gleichen die durch die Reformen jetzt höheren Zahlungen an Pflegegeld oder Pflegesach­leistungen die verbleibenden 83 Euro (208 Euro −125 Euro) nicht aus, zahlt die Kasse einen Zuschlag.

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