Typische Varianten

Vermitt­lungs­agenturen koope­rieren meist mit osteuropäischen Part­nerfirmen, die Personal rekrutieren. Sie nutzen diverse Beschäftigungs­formen – im Test teils nicht eindeutig zuzu­ordnen –, die unterschiedlich günstig für Betreuungs­kräfte sind. Wir stellen wichtige Varianten vor.

Angestellte

Günstig für die Betreuungs­kräfte ist es, wenn sie Angestellte einer Firma aus einem anderen EU-Land sind und von ihr nach Deutsch­land entsandt werden. Dann gelten hiesige arbeits­recht­liche Mindest­stan­dards, sofern sie besser sind als im Entsende­land, etwa der Mindest­lohn von 8,84 Euro pro Stunde. Sozial­abgaben werden im Heimatland fällig.

In mehreren EU-Staaten Tätige

Das Entsenderecht gilt nicht, wenn ausländische Betreuer regel­mäßig in mindestens zwei EU-Ländern arbeiten, darunter im Heimatland. Das betrifft auch „Mitarbeiter im Auftrags­verhältnis“. Der deutsche Mindest­lohn gilt nicht. Sozial­abgaben fallen im Heimatland an.

Selbst­ständige

Haben Betreuungs­kräfte ein Gewerbe im Heimatland angemeldet, müssen sie sich selbst versichern. Sie verhandeln ihr Honorar frei. Im Test kam das heikle Modell nicht vor: Wird eine Betreuerin bei einer Kontrolle als „schein­selbst­ständig“ einge­stuft, drohen deutschen Kunden hohe Bußgelder und Nach­zahlungen.

Nieder­gelassene

Auch selbst­ständige Betreuer mit in Deutsch­land angemeldetem Gewerbe verhandeln ihr Honorar direkt mit Kunden. Sie müssen sich selbst um ihre Versicherungen kümmern. Im Test nutzte Hausengel diesen Weg.

Tipp: Fragen Sie die Agentur nach der Beschäftigungs­form. Lassen Sie sich von jeder Betreuerin, außer bei Nieder­gelassenen, die „A1“-Bescheinigung zeigen, die belegt, dass sie sozial­versichert ist.

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