Pflanzen­versender im Test Test

Im Gartencenter haben Kunden es selbst in der Hand, die besten Pflanzen auszuwählen. Anders beim Versand­handel. Da kauft man die „Katze im Sack“ und riskiert oben­drein Trans­port­schäden. Ist Paketware also grund­sätzlich schlechter? Der Test zeigt: Versender können gleich­wertige Qualität liefern. Allerdings schafften dies nur die Guten. Im Test: Acht Pflanzen­versender mit breiter Produktpalette sowie – zum Vergleich – Gartencenter der Baumarkt­ketten Bauhaus, Hornbach und Obi.

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TestPflanzen­versender im Testtest 04/2015
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Keine Angst vorm Bestellen

Im Auftrag der Stiftung Warentest kauf­ten Test­kunden im vergangenen Früh­jahr insgesamt rund 2 500 Pflanzen – von Dahlien über Rosen bis zu Johannis­beeren. Gartenbau­experten hegten und pflegten die Gewächse und beob­achteten, wie sie sich entwickeln. Das Ergebnis ist durch­wachsen: Die Qualität der frisch gekauften Ware ließ mitunter zu wünschen übrig. Doch bei optimaler Pflege blühten viele Pflänz­chen auf. Allerdings nicht alle und nicht immer in der gewünschten Farbe.

Von gut bis ausreichend

Pflanzenversand: Die meisten Pflanzen gedeihen prächtig

So haben wir getestet.

Am Ende lauten die test-Qualitäts­urteile acht­mal gut, zweimal befriedigend und einmal ausreichend. Die Zier­pflanzen des Testsiegers waren insgesamt sogar von besserer Qualität als die aus den Baumärkten. Die grüne Ware mehrerer anderer Versender hatte mitunter Mängel. Sie kam zum Beispiel zu klein an, zu nass oder mit zu wenig durch­wurzelten Ballen. Auf einigen Pflanzen haftete ein Schimmelpilzbelag. Vereinzelt wurden falsche Sorten geschickt.

Die meisten blühen auf

Die Gartenbau­experten beob­achteten, ob der Stress, dem die Pflanzen beim Versenden ausgesetzt sind, womöglich zu Spätschäden führt. Bis in den Herbst lang kontrollierten sie daher das Wachs­tum. Die Versuchs­ergeb­nisse sind ermutigend und machen Lust auf die kommende Garten­saison. So entwickelten sich Erdbeeren, Dahlien und Fackel­lilien zu den Pracht­stücken der Test­fläche. Selbst anfangs schimmelige Johannis­beeren und bei Anlieferung spärlich wirkenden Fackel­lilienwurzeln wuchsen sehr gut, sodass die Pflanzen am Ende prächtig aussahen. Einzelne Sendungen bereiteten weniger Freude. So blieben einige Lavendel- und Mohn­pflanzen, Rosen und Himbeer­sträucher auf der Strecke.

In Stroh gebettet

Die Anbieter verschickten ihre Pflanzen entweder als Topfware oder wurzelnackt; mitunter umhüllte auch ein Gemisch aus Erde und Torf die Wurzeln. Der Test zeigt, dass alle Varianten zum Erfolg führen können. Meist war die Lebendware zweck­mäßig verpackt und kam ohne Trans­port­schäden an. Den Verpackern gelingt es offensicht­lich, mit viel Geschick Töpfe und Verpackungs­material so kombinieren, dass selbst heftige Stöße sicher abge­puffert werden. Die Baumschule Horst­mann pols­tert ihre Sendungen mit Stroh, das sich später prima zum Mulchen etwa von Erdbeeren nutzen lässt.

Nach der Blüte ist vor der Blüte

Der Test beweist, dass die untersuchten Pflanzen mehrere Tage im geschlossenen Paket gut über­stehen können. Die Tester empfehlen allerdings, den Einkauf in jedem Fall zu kontrollieren. Falsche Sorten, abge­brochene Haupt­triebe, Schädlings­befall, Fäulnis oder auseinander­fallende Wurzelballen sind Reklamations­gründe. Anderer­seits gilt: Wenn Pflanzen nicht in voller Blütenpracht oder über­sät mit Früchten eintreffen, ist dies kein Grund zur Bean­standung. Bietet ein Versender den Kunden ganz­jährig eine große Auswahl an, darf naturgemäß zum Beispiel eine Staude nach der Blüte in zurück­geschnittenem Zustand wenig prächtig daher­kommen. Da tröstet die alte Gärtner­weisheit: Nach der Blüte ist vor der Blüte.

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