Pferd. Für verborgene Krankheit haftet Verkäufer nicht.

Wer ein Pferd verkauft und eine Erkrankung des Tieres zuvor nicht erkennen konnte, hat den Käufer nicht vorsätzlich getäuscht, so das Land­gericht Hildesheim. Im verhandelten Fall hatte ein Mann im Jahr 2011 ein Dressur­pferd für 40 000 Euro erworben und kurze Zeit später für 60 000 Euro weiterverkauft. Die Käuferin bean­standete den Vertrag anschließend wegen arglistiger Täuschung, da das Tier eine krankhafte Veränderung im Sprunggelenk aufwies. Sie und der Verkäufer stritten um die Frage, inwieweit er davon bereits bei Vertrags­abschluss wusste. Eine Tier­ärztin hatte vor Weiterverkauf bescheinigt, dass das Pferd wenig gefährdet sei, zu erkranken. Gleich­zeitig lag dem Verkäufer ein älteres Gutachten vor, das eine höhere Gefähr­dung voraus­sagte. Für eine arglistige Täuschung sah das Gericht dennoch keine Anhalts­punkte. Der nied­rige Einkaufs­preis und die Tier­arzt­befunde boten dem Laien keine ausreichenden Hinweise, um die Erkrankung des Tieres erkennen zu müssen (Az. 4 O 12/15).

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