Beschichtete Pfannen im Test

Eine kleine Pfannen­kunde

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Beschichtete Pfannen im Test - Rund sind alle, gut nur vier
Beschichtete Pfannen wollen pfleglich behandelt werden. Dann leben sie länger. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Wir liefern Antworten auf Ihre Pfannen-Fragen! Egal ob es um Pfannen aus Guss­eisen oder Edelstahl geht, um Pfannen mit Beschichtung, um Grill­pfannen oder Fisch­pfannen.

Beschichtete Pfannen im Test Testergebnisse für 14 Beschichtete Pfannen 01/2021

Inhalt

Vor dem Kauf

Welche ist die richtige Pfanne?

Beschichtete Pfannen sind leicht und eignen sich für die fett­arme Küche, weil Speisen auch mit wenig Öl kaum ankleben. Allerdings zerkratzt die Beschichtung leicht und verträgt keine hohen Temperaturen – nichts für Steak­fans.

Guss­eisenpfannen vertragen extrem hohe Hitze. Fleisch erhält darin eine schöne Kruste. Steaks kommen erst in die Pfanne, wenn sie sehr heiß ist. Nachteil: Guss­eisen ist schwer und kann rosten. Eisenpfannen sollten einge­brannt werden: Mit Öl oder Salz wird ein Schutz­film auf die Oberfläche gebracht, der eine Antihaft­wirkung erzeugt.

Edelstahl­pfannen eignen sich ebenfalls fürs scharfe Anbraten von Fleisch. Für fett­arme Speisen muss allerdings Öl in die Pfanne, sonst backen sie an. Eiweiß­haltige Speisen können stark anhaften, so dass der Reinigungs­aufwand sich erhöht.

Tipp: Auf test.de finden Sie auch Test­ergeb­nisse und Infos zu Schnellkochtöpfen, herkömm­lichen Kochtöpfen und Sous-vide-Garern.

Wie groß soll die Pfanne sein?

Für zwei Spiegel­eier reichen 20 Zenti­meter Durch­messer, für die Familien­portion gedüns­tetes Gemüse sind 28 Zenti­meter besser. Anbieter geben die Größe des oberen Pfannenrands an. Wir nennen in der Tabelle unseres Pfannen-Tests den unteren Durch­messer, der zum Koch­feld passen sollte.

Wo misst man die Pfannengröße?

Der Durch­messer wird bei Pfannen immer mit dem oberen Durch­messer angegeben, damit die genormten Deckel dazu passen. Der untere Durch­messer ist meist kleiner. Der untere Durch­messer sollte möglichst optimal zu meinem Koch­feld passen. Sonst wird entweder Energie verschwendet oder das Brat­ergebnis ist nicht optimal.

Welcher Deckel passt?

Deckel sind separat in den Stan­dard­größen erhältlich. Auf fast alle zuletzt getesteten Pfannen (test 1/21) passen Deckel mit 28 Zenti­meter Durch­messer – nur auf die Ikea nicht.

Welche Pfanne ist für Induktion geeignet?

Die Pfannen müssen das Zeichen „Induktions­geeignet“ haben. Grund­sätzlich sind alle Pfannen, die einen magnetischen Kern haben, induktions­geeignet. Aber in der Realität funk­tioniert das sehr unterschiedlich. Eine Pfanne mit schlechter Wärmeleitung ist weniger für Induktion geeignet als eine mit guter Wärmeleitung. Ein schlechtes Induktions­koch­feld wird durch eine gute Pfanne besser ausgeglichen als durch eine schlechter wärmeleitende Pfanne.

Pflege der Pfanne

Muss ich meine Pfanne einbrennen?

Einbrennen ist nur bei reinen Eisenpfannen notwendig.

Wie reinige ich die Pfanne?

Eine beschichtete Pfanne lässt sich am besten nach Abkühlung mit warmem Wasser und etwas Spül­mittel und einem weichen Schwamm reinigen. Nicht kratzen. Angebrannte Essens­reste in nicht beschichteten Pfannen weichen vor dem Spülen am besten etwas ein.

Welche Pfannen dürfen in den Geschirr­spüler?

Die meisten Pfannen im Test sind laut Anbieter spül­maschinen­geeignet. Nach 50 Spülgängen stellten wir höchs­tens Verfärbungen, jedoch keine Schäden an der Beschichtung fest. Wir empfehlen aber die Reinigung beschichteter Pfannen per Hand – mit warmem Wasser, Spül­mittel und weichem Schwamm. Hintergrund: Im Geschirr­spüler nehmen Pfannen viel Platz weg. Außerdem können Sie mit anderem Geschirr zusammen­stoßen – dann leidet die Beschichtung.

Wie lange hält die Beschichtung?

Bei schonendem Umgang kann die Beschichtung mehrere Jahre halten. Wird die Pfanne über­hitzt, zerkratzt, ohne Inhalt schnell erwärmt oder mit sauren Speisen stehen gelassen, kann die Antihaft­schicht schneller Schaden nehmen.

Sind Beschichtungen reparier­bar?

Eine Internet­suche nach „Pfannen neu beschichten“ zeigt, dass verschiedene Firmen diesen Service für rund 20 Euro anbieten. Auch manch Pfannen­hersteller erneuert Beschichtungen von Modellen seiner Marke.

Wie lagere ich die Pfanne?

Stapeln Sie beschichtete Pfannen nicht unge­schützt ineinander. Legen Sie ein Filztuch oder ein Hand­tuch zum Schutz zwischen die Pfannen.

Gesundheitliche Aspekte

Ist die Pfannen­beschichtung gesund­heits­schädlich?

Bei Fehl­gebrauch wie der Über­hitzung können schädliche Stoffe entweichen. Das Bundesamt für Risikobewertung warnt davor, mit Fluor­verbindungen beschichtete Pfannen über 360 Grad Celsius zu erhitzen. Diese Temperatur über­schritt im Test eine Pfanne bei hoher Stufe auf Induktion ohne Inhalt recht schnell.

Tipp: Erhitzen Sie beschichtete Pfannen daher niemals leer auf maximaler Stufe.

Ist Teflon giftig?

Pfannen­beschichtungen müssen lebens­mittel­geeignet sein. Das Bundes­amt für Risiko­bewertung sieht – sofern die Pfannen richtig benutzt werden – keine Gefahr für die Gesundheit. Wichtig ist aber, die Pfannen direkt nach dem Kauf sorgfältig zu reinigen, um anhaftende Verunreinigungen zu entfernen. Folgen Sie dabei der Pfle­geanleitung.

Ist eine Aluminium-Pfanne schädlich?

Aluminium ist im Pfannenboden einge­bunden und sollte sich nicht heraus­lösen können.

Wo sollte ich meine kaputte Pfanne entsorgen?

Eine reine Metall­pfanne können Sie dem Schrott­händler bringen. Metall ist gut sortier­bar und recycel­bar. In den einzelnen Abfall­wirt­schafts­verbänden gibt es unterschiedliche Rege­lungen über die Verwendung der Wert­stoff­tonne beziehungs­weise des gelben Sacks. Eine beschichtete Pfanne sollte in einer Sondermüll­verbrennung entsorgt werden, um die fluorhaltigen Bestand­teile nicht in der Umwelt zu verteilen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Abfall­ent­sorger nach dem richtigen Weg.

Beschichtete Pfannen im Test Testergebnisse für 14 Beschichtete Pfannen 01/2021

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69 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 05.09.2022 um 07:33 Uhr
Keramikbeschichtung

@threin: Alternative Beschichtungen für Pfannen sind Keramik- oder Emailbeschichtungen. Keramikpfannen testeten wir im Vorgängertest 2015, den Sie bei Interesse unter "Heftartikel als PDF" finden. Ihre Nachfrage nehmen wir gerne als Testwunsch auf und leiten ihn an das zuständige Untersuchungsteam weiter. Vielen Dank dafür.

threin am 04.09.2022 um 21:11 Uhr
Keramikbeschichtug

Statt Einer Teflonbeschichtung gibt es auch Pfannen mit einer entsprechenden Keramikbeschichtung. Mich wundert, das man darüber nichts finden kann. Es wäre schön, wenn sich die Stiftung auch diesem Thema widmen würde.

Profilbild Stiftung_Warentest am 18.07.2022 um 10:08 Uhr
Reinigung der Pfannen

@Paul-PeterZuhetski: Eine beschichtete Pfanne lässt sich am besten nach Abkühlung mit warmem Wasser und etwas Spül­mittel und einem weichen Schwamm reinigen. Nicht kratzen. Angebrannte Essens­reste in nicht beschichteten Pfannen weichen vor dem Spülen am besten etwas ein.
Weitere Informationen zur Pflege der Pfannen finden Sie hier auf der Seite unter dem Punkt: Eine kleine Pfannenkunde.

Paul-PeterZuhetski am 17.07.2022 um 22:22 Uhr
[Frage an test] Wasser in Pfanne nach Gebrauch

Guten Tag,
eine Frage an das Stiftung Warentest-Team:
Ist es in Ordnung die noch heiße Pfanne unmittelbar nach Gebrauch unter fließendes Wasser (mit zugesetzten Spülmittel) zu stellen oder empfehlen Sie, abzuwarten, bis sich die Pfanne abgekühlt hat - insb. in Bezug auf die Beschichtung und Materialstabilität wegen Temperaturdifferenzen?
Vielen Dank.

Profilbild Stiftung_Warentest am 18.01.2022 um 09:07 Uhr
Schadstoffemissionen & Untersuchungen des TÜV

@Green_NRG: Vielen Dank für die Informationen zu Schadstoffbelastung aus PTFE-Bratpfannen und Ihre Anregung bezüglich einer Untersuchung dieser Emissionen. Wir haben Ihren Testwunsch an das zuständige Untersuchungsteam weitergeleitet.