Pfanne von Aldi Schnelltest

Aldi Nord hat seit Donnerstag, 10. Januar, eine beschichtete Pfanne im Angebot. Durchmesser: 28 Zentimeter. Preis: 15,99 Euro. Die Pfanne ist billig und gut - zeigt der Schnelltest.

Nicht besser als andere

Eine Qualitäts-Pfanne verspricht Aldi. In geschmiedeter Profi-Qualität, außen emailliert, innen beschichtet. Mit Titan-Plasma-Grundierung und Teflon Platinum-Pro-Antihaftbeschichtung. Das klingt edel, ist aber etwas dick aufgetragen. Besser als andere Pfannen ist die Aldi-Pfanne dadurch nicht. Die Stiftung Warentest hat das Angebot getestet. Nach denselben Kriterien wie jüngst beschichtete Alu-, Aluguss- und Edelstahlpfannen. Ergebnis: Die Aldipfanne ist gut und günstig, die Beschichtung robust. Schwachpunkt des Aldi-Produkts: Fett und Bratensoße rinnen beim Ausgießen an der äußeren Pfannenwand herunter.

Gute Brateigenschaften

Aufheizzeit, Anbratverhalten und Temperaturverteilung sind dagegen ohne Tadel. Eine Anzeige im Griff zeigt die richtige Brattemperatur an. Sie verfärbt sich beim Erhitzen allmählich von grün nach rot. Ab etwa 200 Grad schaltet die Pfanne ganz auf rot: Jetzt sollte der Herd gedrosselt werden, damit die Pfanne nicht überhitzt. Mit ihrem dicken Boden ist die Aldipfanne für alle gängigen Herdarten geeignet: Gas, Elektro und Glaskeramik. Nicht jedoch für Induktionsherde: Hier brauchen Sie Töpfe und Pfannen mit magnetisierbarem Boden. Die Aldipfanne ist - wie viele andere Pfannen auch - aus Aluminium gemacht. Das Material wird innen aufgeraut und mit einer Antihaftbeschichtung versehen. Ob Spiegelei, Bratkartoffeln, Fischfilet oder Steak: auf der Beschichtung bäckt nichts an.

Profis bevorzugen Kupfer

Profis bevorzugen dennoch Pfannen ohne Antihaftbeschichtung. Ihr Lieblingsmaterial heißt Kupfer. Kupferpfannen heizen schnell auf, verteilen die Wärme sehr gleichmäßig und kühlen ebenso schnell wieder ab. Der Bratvorgang lässt sich so perfekt dosieren. Nachteil: Kupfer ist teuer und aufwändig in der Pflege. Die Pfannen müssen regelmäßig poliert werden.

... und Eisen

Steaks brät der Gourmet gern in der gusseisernen Pfanne. Eisen überträgt die Hitze sehr schnell. Gut für scharfes Anbraten, aber auch für langsames Schmoren. Eisenpfannen sind sehr robust. Nachteil: Die Pfannen sind schwer. Der Tausendsassa der meisten Hobbyköche bleibt auch deshalb die beschichtete Alupfanne. Sie ist leicht, preisgünstig und unkompliziert: Nach dem Braten einfach heiß ausspülen, abtupfen, fertig.

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