Pfand Kontra Verpackungsmüll Meldung

Die Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen soll künftig für alle Arten von Flaschen und Dosen gelten. Darauf haben sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin und die Vertreter mehrerer Bundesländer geeinigt. Lediglich Wein und Spirituosen sowie ökologisch vorteilhafte Verpackungen wie Schlauchbeutel für Milch und Getränkekartons sollen weiterhin vom Pfand befreit bleiben. Von der geplanten Neuregelung versprechen sich Experten mehrere Vorteile: Straßen, Parks und Wälder würden besser vor Müll geschützt. Und die Verwirrung, ob eine Dose pfandpflichtig ist oder nicht, hätte ein Ende. Derzeit ist dafür zum Beispiel der Kohlensäuregehalt maßgeblich – ein für Verbraucher kaum nachvollziehbares Kriterium.

Grundlage des Einwegpfands ist die Verpackungsverordnung des ehemaligen Bundesum­welt­ministers Klaus Töpfer, die Mindestquoten für umweltschonende Mehrwegverpackungen vorschreibt. Da diese Grenzen unterschritten wurden, trat die Pfandpflicht zum Jahresbeginn in Kraft. Zuvor hatten noch verschiedene Gerichte den Widerstand einiger Hersteller und Händler gestoppt.

Tipp: Egal für welche Flaschen und Dosen künftig Pfand zu zahlen ist – umweltschonender sind meist Mehrwegflaschen. Die lassen sich reinigen und wiederbefüllen. Wer Produkte aus der Heimatregion bevorzugt, hilft der Umwelt noch mehr. Sie machen weite, energiezehrende Transporte überflüssig.

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