Persönlich­keits­tests im Internet

Wissenschaftliche Modelle: Diese Konzepte liegen den Tests zugrunde

09.07.2014

Persönlich­keits­tests im Internet Testergebnisse für 10 Persönlichkeitstests 07/2014

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Inhalt

Eignungs­tests sollten auf ihre Gültig­keit geprüfte, wissenschaftliche Modelle zugrundeliegen. Das gilt auch für frei verfügbare Varianten im Internet. Nur dann ist gewähr­leistet, dass die Aussagen, die der Test über den Nutzer macht, auch zutreffen.

  • Big Five. Das Fünf-Faktoren-Modell (FFM), auch Big Five genannt, ist ein anerkannter Stan­dard in der Persönlich­keits­forschung. Es geht von fünf relevanten Persönlich­keits­domänen aus. Dazu gehören Neurotizismus (das Erleben negativer Emotionen), Extra­version (Aktivität und zwischen­menschliches Verhalten), Offenheit für Erfahrungen (Interesse an neuen Erleb­nissen), Verträglich­keit (Umgang mit Mitmenschen) und Gewissenhaftig­keit (Genauigkeit, Selbst­kontrolle und Ziel­strebig­keit). Sind die Werte in einem Bereich besonders hoch oder nied­rig, zeigt das, dass die Person sich hier vom Durch­schnitt einer Norm­stich­probe unterscheidet. Das bedeutet, dass die Eigenschaft mehr oder weniger ausgeprägt ist als bei den meisten Mitmenschen. Etwa der Test der Universität Münster basiert darauf.
  • Myers-Briggs Type Indicator (MBTI). Die Persönlich­keits­typologie nach MBTI wird oft im Coaching und im anglo­amerikanischen Raum auch bei Einstellungs­verfahren einge­setzt. Dem Ansatz der Auto­rinnen Myers und Briggs nach gibt es vier Grund­präferenzen, zum Beispiel: Ist ein Mensch eher außen- oder innen­orientiert (Extra- und Intro­version)? Vertraut jemand eher auf sein Gefühl oder sein rationales Urteils­vermögen (Intuition oder Sensing)? Insgesamt ergeben sich aus der Kombination 16 Grund­typen. Die Wissenschaft sieht diesen Ansatz sehr kritisch: Die Aussagen seien zu allgemein. Deshalb könne sich jeder Mensch in Teilen in jedem Profil wieder­erkennen. Bei Wieder­holung schwanken die Ergeb­nisse oft und sind daher nicht verläss­lich. Der Typentest XL von Lars Lorber orientiert sich zum Teil am MBTI.
  • RIASEC. Der Begründer des Modells, John L. Holland, geht von sechs Interes­sens­orientierungen aus: Das R steht für die realistische Orientierung, das Hand­werk­liche und Tech­nische. I bezeichnet die investigative Orientierung und trifft auf intellektuelle und forschende Menschen zu. A steht für artistic, also für eine kreative, künst­lerische Orientierung. S bezeichnet eine soziale, helfende, unterstützende Orientierung. E wie Enterprising geht in die unternehmerische, führende Richtung. Die ordnende und verwaltende Orientierung fällt in die Kategorie C wie conven­tional. Unter anderem basiert der Testsieger Explorix auf diesem Modell. Es wird bei Berufs­wahl, Laufbahn­planung und in der Personal­entwick­lung verwendet.
09.07.2014
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