Die Performance Gesellschaft für Wirtschaftsberatung und Finanzbetreuung aus München muss einem Kunden wegen Falschberatung rund 13 000 Euro zurückzahlen (Landgericht München, Az. 20 O 14493/02).

Statt eines Anlageprospekts hatte ein Berater der Firma Performance dem Kunden ein 30-minütiges Video gezeigt, das laut Berater „alles über die Anlage aussagt“. Nach Ansicht der Richter hatte der Berater damit versäumt, „besonders differenziert und fundiert zu beraten“. Das wäre bei dem unerfahrenen Anleger seine Pflicht gewesen.

Der Performance-Berater hatte dem Kläger 1995 für knapp 25 000 Mark Gewinnscheine der Imperial-Gruppe aus Österreich aufgeschwatzt. Dem Anleger sei vor allem wichtig gewesen, jederzeit an das Geld kommen zu können, berichtet die Münchener Kanzlei Arendts, die den Kläger vertritt. Der Berater hatte dem Anleger aber nicht gesagt, dass die Anlage 30 Jahre lang laufe und ein Verkauf auf dem freien Markt – wenn überhaupt – nur mit hohen Verlusten möglich ist.

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