Pensionskassen: Vertrag bauen

Pensionskassen Test

Fertighausmontage bei der Firma Schwörer Haus. Die Handwerker bekommen später eine Betriebsrente der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes.

Die meisten Pensionskassen lassen ihren Kunden viel Auswahl. Sie können Extras im Vertrag selbst bestimmen.

Mit ihren Einzahlungen in eine Pensionskasse sparen Arbeitnehmer nicht nur für die Betriebsrente. Sie können auch Hinterbliebene wie Ehe- und Lebenspartner und Kinder bis 25 Jahren absichern und für Berufsunfähigkeit vorsorgen.

Bei der Hinterbliebenenversorgung gibt es zwei verschiedene Varianten:

  • In den Vertrag ist ein Hinterbliebenenschutz integriert, der gewährleistet, dass die Beiträge beim Tod des Versicherten nicht vollständig verloren sind.
  • Der Kunde schließt extra eine Zusatzversorgung für seine Angehörigen ab. Die Höhe der Hinterbliebenenrente kann er individuell bestimmen.

Für die Todesfallleistung, die in den Vertrag integriert ist, bieten die Pensionskassen verschiedene Bausteine an: 

Beitragsrückgewähr. Die Hinterbliebenen bekommen eine Rente aus der Summe der eingezahlten Beiträge, wenn der Versicherte stirbt.

Auszahlung des vorhandenen Kapitals. Die Hinterbliebenen bekommen aus dem Angesparten eine Rente, wenn der Versicherte stirbt.

Rentengarantiezeit. Stirbt der Kunde kurz nach Rentenbeginn und hat eine Rentengarantiezeit vereinbart, zahlt die Pensionskasse die Rente so lange wie vereinbart weiter. Im Modell für unseren Test Pensionskassen haben wir festgelegt, dass die Pensionskasse ab Rentenbeginn fünf Jahre lang zahlen muss.

Für Singles hat dieser Zusatz keinen Sinn. Für sie sind Tarife günstig, bei denen sie den nicht benötigten Schutz abwählen können. Diese Möglichkeit bieten 20 der 31 getesteten Pensionskassen. Als umfassende Absicherung von Hinterbliebenen sind die Zusatzbausteine ohnehin nicht geeignet. Ihnen hilft zum Beispiel eine kurze Rentengarantiezeit nicht wirklich, weil die Leistung nicht dauerhaft gezahlt wird.

Hinterbliebenenzusatzversorgung. Wer Hinterbliebene richtig absichern will, sollte sich für eine Hinterbliebenenzusatzversorgung entscheiden. Sie wird von fast allen Pensionskassen im Test angeboten. Der Kunde kann die Höhe der Hinterbliebenenrente so bestimmen, dass sie für seine Familie mehr ist als nur ein Zubrot. Das kostet ihn aber Geld, und das fehlt ihm womöglich für seine eigene Altersvorsorge.

Auch die Vorsorge für Invalidität schmälert die Altersrente. Sie kann jedoch sinnvoll sein, wenn der Kunde privat keinen Schutz bekommt.

Berufsunfähigkeitsversorgung. Der Versicherte bekommt eine Rente oder wird vom Beitrag befreit, wenn er wegen einer Krankheit oder eines Unfalls seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Erwerbsminderungsversorgung. Es gibt erst dann eine Rente, wenn der Kunde in keinem Beruf ganztags arbeiten kann.

Auch für die Ein- und Auszahlung gibt es wichtige Varianten zur Auswahl.

Erlebensfallbonus. Der Kunde kann wählen, ob Überschüsse nur die Altersrente, nicht die Todesfallleistung erhöhen.

Laufende Einmalbeiträge. Ein wichtiges Kennzeichen für einen flexiblen Vertrag ist die Möglichkeit, laufende Einmalbeiträge zu leisten. So ist der Kunde nicht an einen für die gesamte Laufzeit festgelegten Beitrag gebunden. Er kann ohne Nachteile aussetzen oder verringern. Zudem ist der Vertrag für ihn transparent und die Kosten sind nachvollziehbar.

Kapitalabfindung. Bis auf zwei bieten alle Gesellschaften im Test die Möglichkeit, das Geld am Ende der Vertragslaufzeit statt als Rente auf einen Schlag als Kapitalabfindung auszahlen zu lassen.

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