In den vergangenen sechs Jahren sind sechs Pensionskassen so in finanzielle Schieflage geraten, dass es „zu verminderten Rentenauszahlungen“ gekommen ist. Dies teilte die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der FDP mit. Die von Pensionskassen zugesagten Renten müssen nicht über den Pensions-Sicherungs-Verein abgesichert (PSV) sein. Jedoch werden Pen­sionskassen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht überwacht. So kann es zwar nicht zu Kürzungen der derzeitigen Rentenzahlbeträge kommen. Jedoch können bereits zugesagte Rentensteigerungen, die sich aus der Überschussbeteiligung ergäben, zurückgenommen werden. Wenn eine Pensionskasse in finanzielle Schwierigkeiten gerät, bekommen die Betriebsrentner also nicht die Rente, die ihnen in der Vergangenheit zugesagt wurde. Ähnliches gilt jedoch auch bei den Formen der betrieblichen Altersvorsorge, die vom PSV geschützt werden. Wird der Arbeitgeber insolvent, gibt es auch hier keine Rentensteigerung mehr.

Dieser Artikel ist hilfreich. 506 Nutzer finden das hilfreich.