Garan­tierte Rente: So sicher sind Pensions­kassen

Die Aktiengesell­schaften unter den Pensions­kassen arbeiten gewinn­orientiert und garan­tieren wenig Rente. Die garan­tierte Rente ist in jedem Fall sicher, selbst wenn die Kasse zahlungs­unfähig wird. Schlechtestenfalls muss der gesetzliche Sicherungs­fonds, die Auffang­gesell­schaft „Protektor“, eintreten und die garan­tierten Leistungen auch in der Zukunft sichern.

Die Versicherungs­ver­eine unter den Kassen wollen ihren Mitgliedern möglichst viel bieten und sagen hohe Renten zu. Sie schaffen das, weil sie oft kostengünstig arbeiten und güns­tigere Rechnungs­grund­lagen verwenden als die Aktiengesell­schaften.

Hohe Renten­zusagen sind gut, wenn sie gehalten werden. Dafür setzt sich die Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) ein. Sie kontrolliert die Vereine und genehmigt deren Tarife meist. Doch ein Amt kann sich täuschen. Kann eine Kasse ihre Zusagen nicht mehr voll erfüllen, muss sie sie vielleicht senken oder die Beiträge erhöhen, um die Renten zu sichern. Der Auffang­gesell­schaft Protektor gehören die Vereine nicht an.

Zwei Kassen im Test gaben an, ihre Sanierungs­klausel schon einmal angewandt zu haben. Die zugesagten Renten blieben jeweils unangetastet. Die Pensions­kasse der Genossen­schafts­organisation erhöhte wegen der längeren Lebens­dauer ihrer Versicherten 2007 die Arbeit­geberbeiträge um 18,5 Prozent. Die Pensions­kasse der deutschen Wirt­schaft nahm gewährte Gewinn­anteile 2002 zurück. Sie hat dies wieder ausgeglichen.

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